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Erdland: “Probleme werden nicht beschönigt”

16.03.2015 – GDVPKDer Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf 2014. Spartenübergreifend erhöhten sich die gesamten Beitragseinnahmen um 2,7 Prozent auf 192,3 Mrd. Euro. Vor allem in der Kfz- und Sachversicherung manifestiert sich die volkswirtschaftliche und industrielle Power der Branche. In der Lebensversicherung indes bleibt die Lage trotz gestiegenen Beitragsaufkommens angespannt.

“2014 ist im Schaden- und Unfallbereich ein gutes Jahr geworden. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der intensive Wettbewerb die Beiträge zum Vorteil der Kunden drückt”, berichtete GDV-Präsident Alexander Erdland auf der Jahrespressekonferenz in Berlin. Mit Ausnahme der Bereiche Transport und Kredit verbuchten alle Sparten in der Schaden- und Unfallversicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr teils deutliche Beitragszuwächse. Die Einnahmen in der Kraftfahrtversicherung sind um 4,6 Prozent auf 24,3 Mrd. Euro und in der Sachversicherung um 3,6 Prozent auf 17,3 Mrd. Euro gestiegen. Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 95 Prozent und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit 2008.

Großes Vertrauen besteht trotz schwieriger Situation in die Lebens- und private Rentenversicherung. Mit einem Anstieg von 12,9 Prozent auf 29 Mrd. Euro fiel das Plus bei den Einmalbeiträgen hoch aus. Demografischer Wandel und ein verändertes Anlageverhalten der Kunden seien Gründe für das positive Ergebnis. “Die Problemstellung, der man durch die aktuelle Zinslage ausgesetzt sind, werde aber nicht beschönigt”, versichert Erdland. “Es ist spürbar, dass etwas in Bewegung kommt. Wir entwickeln neue Produkte, senken unsere Kosten und verbessern den Vertrieb.“

Bei den privaten Krankenversicherern sind die Beitragseinnahmen um 0,7 Prozent auf 36,2 Mrd. Euro gewachsen. Davon entfielen 34,2 Mrd. Euro auf die Krankenversicherung. In der Pflegeversicherung sanken die Einnahmen um 2,5 Prozent. “Die Vollversicherung ist leicht zurückgegangen. Das ist darauf zurückzuführen, dass neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen wurden und es insgesamt weniger Selbstständige gibt”, erklärte Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV). “Der Wettbewerb zwischen GKV und PKV wird sich in diesem Jahr verschärfen.” (siehe MÄRKTE) (mst)

Bildquelle: mst

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