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Erdbeben: Schnelles Handeln hält Kosten niedrig

19.03.2014 – marshDas zügige und entschlossene Handeln der weltweiten Versicherungsindustrie nach den schweren Erdbeben in Chile, Japan und Neuseeland hat entscheidend zur Erholung dieser Länder beigetragen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Versicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh.

Der Untersuchung zufolge wurden die meisten von Marsh-Kunden gemeldeten Schäden in Chile innerhalb von zwölf Monaten und in Japan innerhalb von 18 Monaten reguliert. In Neuseeland sind viele Schadenforderungen noch offen. Dies ist auf praktische Probleme zurückzuführen – so wurde unter anderem das zentrale Geschäftsviertel geschlossen, es finden weiterhin Arbeiten in Verbindung mit dem Erdbeben statt, und es gibt Schwierigkeiten bei der Bewertung von Umfang und Art der Schäden. Diese Schwierigkeiten treten in der gesamten Branche auf. Dennoch waren 16 Prozent der Schäden nach zwölf Monaten und in 32 Prozent der Fälle nach 18 Monaten abgeschlossen.

In Chile wurden die Schäden am schnellsten reguliert. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass der städtische Raum dort auch nicht in gleichem Maße betroffen war und weniger Gebiete gesperrt werden mussten als in Neuseeland oder Japan.

Die Erfahrung zeigt, dass auch die Unternehmen durch eine professionelle Vorbereitung die Regulierung der Schäden maßgeblich beschleunigen können. Marsh empfiehlt hierfür u.a.:

  • Maßgeschneiderten Versicherungsschutz mit klaren Definitionen der versicherten Gefahren (z.B. Tsunami, Erdbeben, Überschwemmung, etc.) zu vereinbaren,
  • ausreichende Haftungsbegrenzungen durch die Modellierung des möglichen Höchstschadens zu ermitteln,
  • passende Selbstbehalte auch unter Berücksichtigung einer möglichen Kumulierung von Schäden an mehreren Standorte durch dasselbe Schadenereignis festzulegen,
  • Wechselwirkungsschäden (im Konzernverbund) und Rückwirkungsschäden (ausgelöst durch Sachschäden bei Zulieferern und Abnehmern) zu modellieren und abzusichern,
  • Notfallpläne und Ausweichmöglichkeiten vorzubereiten sowie Transparenz über Lieferketten und -netze zu schaffen.

„Insgesamt wird der versicherte Gesamtverlust der Erdbeben in Chile, Japan und Neuseeland derzeit auf rund 60 Mrd. US-Dollar geschätzt“, ergänzt Georg Bräuchle Mitglied der Zentralen Geschäftsleitung und Leiter Platzierung bei Marsh Deutschland.

Link: Marsh-Studie: Comparing Claims from Catastrophic Earthquakes (PDF, engl.)

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