Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Elektronische Gesundheitskarte schafft Allergien

14.04.2015 – krankenversicherungskartenDie Biotechnologie-Industrie fordert, einen Entwurf zum E-Health-Gesetz dahingehend anzupassen, dass die darauf gespeicherten Patientendaten künftig auch kommerziell genutzt werden können. “Die erste Katze kommt nun aus dem Sack”, kritisiert Silke Lüder, Sprecherin der Aktion “Stoppt die e-Card”.

So warne die das Bündnis von Bürgerrechtsorganisationen, Datenschützen, sowie Patienten- und Ärzteverbänden bereits seit langem “vor der Gefahr, dass Medizindaten zu einem Geschäftsfeld werden”. Kritisch gesehen wird auch der Notfalldatensatz auf der elektronischen Karte. “Zum einen ist der Notfalldatensatz nur in Deutschland nutzbar”, sagte der Berliner Gynäkologe Klaus Günterberg. Zudem sei der e-Notfalldatensatz im Notfall kaum zu gebrauchen: “Welcher Notarzt hat die Möglichkeit und Zeit, zunächst auf dem Kartenchip der eGK nach eventuell vorhandenen Daten und dann etwa noch nach einer Patientenverfügung im Haus eines lebensbedrohlich Erkrankten zu suchen?”, so Günterbeg weiter.

Gabi Thiess, Patientensprecherin der Aktion “Stoppt die e-Card”, bemängelte zudem die unsichere Telematik-Infrastruktur. “Eine zentral verwaltete Infrastruktur kann nicht sicher sein. Weder vor dem BSG noch in den Vorinstanzen kam es aber zu einer Beweisaufnahme”, so Thiess. (vwh/td)

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten