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eCall: Versicherer fürchten Wettbewerbsverzerrung

07.03.2014 – werkstattDas europaweite Notfallsystem für Autos, eCall, kommt laut EU im Oktober 2015. Versicherer befürchten Wettbewerbsverzerrung. Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstand der Huk-Coburg, befürchtet ein Anbietermonopol auf Kosten der Autobesitzer. Eine aktuelle Umfrage bestätigt: die großen Versicherer sorgen sich um die Schadenssteuerung im Werkstattmanagement.

Das Telematik-System eCall kann Leben retten – im besten Fall setzt das Auto nach einem Unfall automatisch ein Notfallsignal ab und benachrichtigt den Notarzt. Versicherer befürchten allerdings, dass Autohersteller mit einem solchen Dienst bei Pannen vor allen Dingen ihre Vertragswerkstätten bevorteilen, mitunter zuungunsten der Autofahrer. “Ein solcher Informationsvorsprung für die Autohersteller muss unbedingt verhindert werden”, erklärt Huk-Coburg Vorstand Klaus-Jürgen Heitmann im hauseigenen Blog. Er befürchtet, dass durch eine mögliche Datenhoheit der Automobilproduzenten diesen ein Anbietermonopol zufallen könnte, etwa was Pannenhilfe- und Werkstattdienstleistungen anbetrifft. “Eine solche Entwicklung geht letztlich auf Kosten der Autofahrer”, warnt er. Nach seiner Einschätzung würde die Vorstellung, dass die Telematik den Verkehr nicht nur sicherer und das Autofahren komfortabler macht, sondern gegebenenfalls auf den „gläsernen Autofahrer“ hinausläuft, viele Kraftfahrer erheblich verunsichern.

Eine aktuelle Studie zum Thema Werkstattmanagement bestätigt: Die großen Versicherer sorgen sich um die Schadensteuerung. Der Markt rechnet mit weiterem  Handlungsbedarf hinsichtlich der Optimierung und Weiterentwicklung des Werkstattmanagements im Bereich der Partnerwerkstätten. 56 Prozent der befragten Unternehmen rechnen damit, dass sich die Möglichkeiten der Schadensteuerung aufgrund der Aktivitäten der Automobilhersteller und der Einführung von eCall zukünftig verringern werden. Roy Heiderich, Senior Manager 67rockwell: „Die ganzheitliche Ausrichtung der Organisation auf die Schadensteuerung, die Optimierung  der Schadenmeldewege und die Beibehaltung des Kundenzugangs sind und bleiben auch nach Einführung von eCall die  wesentlichen Herausforderungen der Zukunft.“ Eher unzufrieden sind die Versicherer mit ihren momentan erzielten Steuerungsquoten. Nur 54 Prozent der Befragten gaben an, mit ihren eigenen Ergebnissen zufrieden zu sein.

TMI und 67rockwell befragten laut Pressemitteilung die Top 50 der Kfz-Versicherung zu der aktuellen Bedeutung des Themas Werkstattmanagement, Erfolgsfaktoren der Schadensteuerung und den Herausforderungen der Zukunft. Erfragt wurden zudem auch aktuelle Steuerungsquoten in der KFZ-Haftpflicht- und Kaskoversicherung. (ku)

Bild: Sucht eCall in Zukunft die Werkstatt aus? Versicherer befürchten Wettbewerbsverzerrung. (Quelle: vwh)

Link: Blog der Huk-Coburg zum Thema Telematik im Auto

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