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E-Health zur Befreiung von der administrativen Last

21.10.2014 – Haelker_PKV Es hapert an der Schaffung von IT-Schnittstellen für die Vernetzung der E-Health-Anwendungen, sagt PKV-Geschäftsführer Christian Hälker im VWheute-Interview. Datensicherheit schreibt er der Regierung auf die To-Do-Liste anlässlich des heutigen IT-Gipfels.

“Mit Hilfe von E-Health können wir die Versorgungsqualität im deutschen Gesundheitswesen noch weiter verbessern”, sagt Christian Hälker zur Bedeutung der Telemedizin:

“Darüber hinaus kann eine langfristig ausgerichtete E-Health-Strategie über mehrere Legislaturperioden helfen, Probleme zu lösen, die sich aufgrund der demografischen Entwicklung zwangsläufig ergeben werden. E- Health wird uns helfen, die steigenden Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen und den privaten Krankenversicherungsschutz zu einem weiterhin attraktiven Preis-Leistungsverhältnis anbieten zu können. Durch E-Health haben wir die Chance, Mehrwerte für alle am Gesundheitswesen beteiligten Player zu schaffen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass der Patient im Mittelpunkt unseres Handelns steht und stehen sollte.”

VWheute: Wie kann mit Telematik oder Telemedizin eine bessere Gesundheitsversorgung geschaffen werden?

Christian Hälker: Ohne E-Health sind Innovationen im Gesundheitswesen kaum noch möglich. Lösungen in diesem Bereich müssen, da sie sehr stark IT geprägt sind, international gedacht werden und dürfen sich nicht nur auf Deutschland beschränken. Wenn wir die modernen Technologien nutzen, die uns heute zur Verfügung stehen, dann ist es uns möglich, das Gesundheitswesen von seiner administrativen Last zu befreien. Die Kernkompetenzen können in den Vordergrund rücken und die Qualität der Versorgung erhöhen. Befreien wir zum Beispiel die Ärzte von administrativen Tätigkeiten, die nicht zu ihrem Kerngeschäft gehören sollten, so können diese die eingesparte Zeit für mehr Beratungsgespräche mit den Patienten verwenden.

Wie weit ist die Entwicklung von eHealth Anwendungen und was werden die nächsten Schritte sein?

Wenn man sich international umschaut, so ist im E-Health Bereich sehr viel Energie und Bewegung. Leider entstehen sehr viele sinnvolle Insel-Lösungen, die untereinander nicht kompatibel sind und daher nicht ihren vollumfänglichen Mehrwert für die Patienten entfalten können. In Deutschland hapert es an der Schaffung und Förderung von IT-Schnittstellen, die die Basis für die Vernetzung und Weiterentwicklung der E-Health Anwendungen sind. Hier besteht ein erheblicher Aufholbedarf. Dabei dürfen wir nicht auf Technologien setzen, die schon vor über zehn Jahren konzipiert und entwickelt wurden. Innerhalb dieses Zeitraums sind in der IT Quantensprünge geschehen. Der Staat sollte sicherstellen, dass jederzeit der höchste Datenschutz und die höchste Datensicherheit für die sensiblen Daten des Gesundheitswesens gegeben sind.

Wann werden E-Health-Anwendungen in die flächendeckende Versorgung integriert sein und was bleibt dafür noch zu tun?

Spätestens wenn der demografische Druck uns dazu zwingt, werden wir in Deutschland optimal die E-Health-Anwendungen flächendeckend einsetzen. Persönlich hoffe ich, dass wir schon vorher erkennen, welche Chancen und Potenziale hier schlummern und dass wir international im E-Health wieder aufholen werden.

Die Fragen stellte VW-Redakteurin Silvia Ellinger.

Bildquelle: PKV

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