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DIHK: Konjunktur brummt – Industrie kritisiert Mindestlohn

12.02.2015 – konjunktur-schornsteine-qualmDie Tiefstände von Ölpreis, Euro und Zinsen sorgen dafür, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland gegenüber Herbst 2014 leicht aufhellt. Auf Grundlage seiner aktuellen Konjunkturumfrage erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) für 2015 ein Wachstum von 1,3 Prozent.

Die Wirtschaftslage hellt sich gegenüber dem Herbst 2014 leicht auf. Der deutliche Rückgang der Ölpreise entlastet Verbraucher und Unternehmen. Befürchtungen weiter eskalierender globaler Krisen haben sich bisher nicht bestätigt. Die Auslandsnachfrage erhält zusätzlichen Schub von der guten US-Konjunktur, aber auch vom schwächeren Euro. Infolgedessen bewertet die Industrie ihre Geschäftslage zumindest etwas besser. Auch unter den Großhändlern, den Unternehmensdienstleistern und den Verkehrsunternehmen hellt sich die Stimmung wieder auf.

Die Unternehmen blicken zu Jahresbeginn etwas zuversichtlicher auf die kommenden Monate. Vor allem die Industrie gewinnt wieder an Optimismus. Sie profitiert von den gesunkenen Ölpreisen und den besseren Absatzperspektiven. Das schlägt sich auch in steigenden Erwartungen von industrienahen Handels- und Dienstleistungsbranchen nieder. Die Bauwirtschaft erwartet gute Geschäfte, wenn auch ohne weitere Zuwächse. Einer stärkeren konjunkturellen Verbesserung stehen allerdings zunehmende strukturelle Hindernisse entgegen. Das Geschäftsrisiko “Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen” steigt wieder auf seinen Höchststand.

Die leichte Verbesserung der Stimmung führt auch zu einem vorsichtigen Anstieg der Investitionsabsichten. Ein wirklicher Durchbruch bleibt weiter aus. Die Investitionsabsichten holen den Einbruch aus der zweiten Hälfte des letzten Jahres nicht wieder auf.

Die Unternehmen bleiben beim Personalaufbau zurückhaltend. Expansiver zeigt sich nur die Industrie. Weitere Impulse vom Dienstleistungssektor als traditionellem Beschäftigungsmotor sind hingegen derzeit nicht absehbar. Im Gegensatz zu allen anderen Regionen verschlechtern sich die Beschäftigungsabsichten der Unternehmen im Osten. Hier sind besonders viele Unternehmen vom Mindestlohn betroffen. Insgesamt rückt das Geschäftsrisiko steigender Arbeitskosten wieder stärker in den Fokus der Unternehmen und erreicht den höchsten Stand seit Befragungsbeginn 2010.

Bild: Die Konjunktur in Deutuschland brummt. (Quelle: ak)

Link: DIHK: Sonderfaktoren tragen Konjunktur (Downloadbereich)

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