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Digitalisierung statt Kanalisierung

18.11.2015 – jochen_tenbieg_lieAuch wenn “Digitalisierung” in aller Munde ist, weit sind die Fortschritte bisher nicht. Auf einer Fachtagung in Köln wurden unter anderem die Nutzung von Wetter- und Schaden-Apps, der Stand der papierlosen Schadenbearbeitung oder Schnittstellen kritisch hinterfragt. Traditionelle Optimierungsansätze reichten für die durch den technischen Fortschritt entstandenen Veränderungen bei Kundenerwartungen nicht aus.

“Die Änderungen müssen ebenso radikal erfolgen wie sich der technologische Wandel vollzieht. Weil die Grundinvestments sehr hoch sind, wird die Zahl der Versicherer weiter kontinuierlich bergab gehen”, sagt Jochen Tenbieg, Head of Global Claims der Allianz SE Holding. Die hohen regulatorischen Hürden, aber auch die Besonderheiten des Schadenbehebungsprozesses schützten die Branche vor dem Aufkauf durch Internetgiganten wie Amazon oder Google.

Schaden müsse als Funktion in und außerhalb des Unternehmens neu ausgerichtet und positioniert werden. “Schaden als Event”, fordert Tenbieg und weiter: “Schaden ist eigentlich Prepaid Service – das heißt, der Kunde hat schon bezahlt und wir sind aufgefordert, zu liefern.”

Internetfirmen hätten die Erwartungen der Kunden mit One-Click-Solution und Flate-Rates auch hinsichtlich des Versicherungsschutzes geändert. Die Allianz reagiere darauf unter anderem mit einem Schaden-Tracking, das bisher nur in Kraftfahrt eingesetzt wird, “und prima läuft”. Der Kunde werde an den “wesentlichen” Schritten der Regulierung aktiv und transparent informiert.

“Ziel muss aber keine Meldung sein, sondern die Regulierung bevor der Kunden anfragt.” (lie)

Bild: Jochen Tenbieg, Head of Global Claims der Allianz SE Holding (Quelle: lie)

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