Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Digitales Know-how in der Branche nur schwach ausgeprägt

17.11.2015 – Das digitale Know-How ist in der Versicherungsbranche derzeit nur sehr gering ausgeprägt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Recruitingunternehmens Odgers Berndtson. Demnach seien Kenntnisse in den Fachgebieten Mobile Technologien, Cyber Security und Big/Smart Data für eine digitale Transformation von essentieller Bedeutung, so die Experten. Allerdings sei das Vertrauen in die eigene Kenntnis und Reife auf diesen Gebieten in den Unternehmen aktuell noch sehr gering.

“Mit Reifegraden von nur 41 Prozent für den Themenkomplex Big/Smart Data, 43 Prozent für Mobile Technologien und 58 Prozent für Cyber Security sind die Versicherungen nach eigenem Bekunden noch weit davon entfernt, diese Technologien zu beherrschen und zielgerichtet einzusetzen”, sagt Markus Trost, Associate Partner bei Odgers Berndtson und Experte für Digitalisierung.

Doch nicht auf beim Ausbau des digitalen Fachwissens in den eigenen Unternehmen herrscht in der Branche Nachholbedarf, so die Studienautoren weiter. Auch die Management-Kompetenzen der Führungskräfte müssten auf diesem Gebiet weiter entwickelt werden, lautet ein weiteres Ergebnis der Studie. So schätzen 81 Prozent der ingsesamt 200 befragten Vorstände und Geschäftsführer der Versicherer die Fähigkeit, ein “visionäres Bild für die digitale Transformation zu entwerfen und eine nachvollziehbare Strategie abzuleiten”, als wichtigste Kompetenz ein, erklären die Studienautoren weiter.

Einig seien sich die Befragten laut der Studie darin, die digitale Transformation in einer eigens geschaffenen Position zu kanalisieren. “Nur so lassen sich Kompetenzlücken zügig schließen und eigenes Know-how ausbauen”, sagt Christiane Pietsch, Partner bei Odgers Berndtson und Expertin für das Segment Versicherungen. Zudem bedürfe es “eines Bindeglieds zwischen ‘neuer’ und ‘alter’ Welt auf der oberen Führungsebene, zum Beispiel in Form eines Chief Digital Officers, der u.a. die Transformationsverantwortung übernimmt”, ergänzt die Expertin.

Laut Studie denken aktuell 40 Prozent der Versicherer darüber nach, eine solche Position einzurichten. 17 Prozent haben bereits einen Digitalverantwortlichen ernannt und weitere 23 Prozent der Befragten sehen die Verantwortung für die Digitalisierung auf der Vorstandsebene. (vwh/td)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten