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“Digitale Sorglosigkeit” in deutschen Unternehmen

04.12.2015 – Sicherheit_Cyber_fotoliaIn deutschen Unternehmen herrscht noch immer eine “digitale Sorglosigkeit”. Rund 85 Prozent der IT-Leiter bestätigen den Vorständen und Geschäftsführern eine mangelnde Initiative in Sachen digitale Sicherheit. Außerdem stufen viele die Gefahr von Cyberangriffen als zu gering ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Sopra Steria Consulting.

Dennoch zeigen die aktuellen Hackerangriffe wie jüngst auf den Spielzeughersteller VTech mit Millionen von gehackten Profilen, dass die Cyberattacken auf IT-Infrastrukturen immer komplexer und professioneller werden, betonen die Experten. Dennoch attestieren laut Umfrage mehr als ein Viertel der befragten IT-Experten den Geschäftsleitern noch immer eine zu hohe Risikobereitschaft im Hinblick auf Cyberangriffe.

“Angesichts der heutigen Bedrohungslage ist eine mangelnde Absicherung eines Unternehmens gegen Cyberangriffe ausgesprochen risikoreich. Firmenleiter müssen sich bewusst sein, dass jeder Angriff letztlich den Fortbestand des eigenen Unternehmens gefährden kann”, kommentiert Gerald Spiegel, Leiter Information Security Solutions bei Sopra Steria Consulting, das Umfrageergebnis. Dennoch zeige die Untersuchung auch, dass in den deutschen Unternehmen kein Mangel an Sicherheitsmaßnahmen herrsche.

Ein positives Beispiel sei die Absicherung der unternehmerischen Social-Media-Aktivitäten. Demnach nutzen laut Studie bereits 80 Prozent der befragten Unternehmen Social Media oder andere Kommunikationsplattformen zur Interaktion mit den Kunden. Dabei hätten bereits neun von zehn Unternehmen entsprechende Maßnahmen zur Absicherung dieser Kanäle implementiert.

Komplexer scheint hingegen die Sicherung mobiler Endgeräte zu sein. Zwar scheinen die Gefahren im Umgang mit diesen Geräten bekannt zu sein. Dennoch verfügen laut Studie etwa 40 Prozent aller Unternehmen über keine Mobilgeräteverwaltung, die unter anderem Sicherheits-Updates und -einstellungen zentral durchführt. Problematisch sei auch die Nutzung von privaten Mobilgeräten im Unternehmensalltag.

“Ein Cyber-Vorfall kann schnell ein ganzes Unternehmen in den Ausnahmezustand versetzen”, betont Ole Sieverding, Cyber-Experte beim Spezialversicherer Hiscox. “In einem Fall wie bei VTech kann sich die Schadensumme schnell im siebenstelligen Bereich bewegen. Trotz solcher Summen sind die Unternehmen in Sachen Schadenminimierung oft noch grob fahrlässig und kümmern sich zwar um die Abwehr von Angriffen bzw. investieren in die Sicherheit der IT, nicht aber um die Schadenminimierung im Krisenfall bzw. um einen Krisenplan”, ergänzt der Hiscox-Experte. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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