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Die Geldverstecke der Deutschen

27.04.2016 – notgroschen_knipWas einst der klassische Sparstrumpf unter dem Kopfkissen war, scheint heute der Kühlschrank in der Küche. Die niedrigen Zinsen, die Diskussion um die Einschränkung des Bargeldverkehrs sowie die Abschaffung des 500-Euro-Scheins sorgt demnach bei den Deutschen für weitere Verunsicherung. Denn laut einer Studie des Versicherungsmaklers Knip lagern 42 Prozent der Bürger ihr Bargeld in den eigenen vier Wänden.

Allerdings vertrauen dabei nicht mehr nur Senioren (46 Prozent) auf häusliche Geldverstecke, sondern auch junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren. So hebt fast jeder Zweite in dieser Altersgruppe (47 Prozent) eine nicht unerhebliche Menge an Bargeld in den heimischen vier Wänden auf. Dabei sind die Deutschen bei der Wahl ihres Verstecks allerdings wenig kreativ, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Demnach lagert jeder vierte Sparer Erspartes im Kühlschrank (24 Prozent), gefolgt vom Kleiderschrank (elf Prozent), dem Bett bzw. Matratzen (zehn Prozent), Vorratsdosen in der Küche (neun Prozent) oder im Spülkasten des WC (sieben Prozent). Lediglich sechs Prozent der 1.080 befragten Verbraucher bevorzugen einen Tresor zur Aufbewahrung ihres Ersparten. Immerhin fünf Prozent verwenden noch eine Spardose, vier Prozent den Schuhschrank und zwei Prozent die Schmuckdose.

Bessere Verstecke sind allerdings schwer zugänglichen Bereiche, konstatiert Knip. Dazu zählen etwa alte Koffern auf dem Dachboden, leere Shampoo-Flaschen im Bad oder zwischen Buchseiten in einem großen Bücherregal. Im Fall eines Wohnungseinbruchs sollte man den Schaden gegenüber der Versicherung belegen können, etwa durch Zeugen, Quittungen und Fotos der Wertsachen sowie Belege der Bargeldabhebung, ergänzt der Versicherungsmakler.

Allerdings scheinen die Geschlechter beim Umgang mit Geldgeheimnissen durchaus noch sehr unterschiedlich zu ticken: Während zwei Drittel der Männer (62 Prozent) die Partnerin oder Vertrauenspersonen in ihr Geheimnis einweihen, behält die Mehrheit der Frauen (52 Prozent) den Ort des versteckten Notgroschens lieber für sich. (vwh/td)

Bildquelle: obs/Knip Deutschland GmbH/Knip AG / www.knip.de”

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