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Die Börsenwoche: Nur ein Sturm im Wasserglas?

31.08.2015 – DAX_Thomas_RichterOb es sich bei den Auswirkungen des China-Crashs tatsächlich nur um ein nervöses Zucken im steten Bergauf gehandelt hat, wird sich zum Auftakt auf den Parketts zeigen. Während Analysten sich in Gelassenheit üben, sollten sich Anleger auf weitere Kursrücksetzer gefasst machen. Auch bei Versicherern als Institutionelle stehen hohe Summen auf dem Spiel.

Die Aktienquoten liegen zwar lediglich um die fünf Prozent. Doch der jüngste Aktiencrash hat sicher auch die Assetmanager bei Versicherern in weiter erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Das Kursziel von mehr als 12.000 Punkte für den Dax wird weitläufig gekappt. Analysten pendeln sich mit Prognosen für das Jahresende um 11.500 Punkte ein.

“China bleibt das Zünglein an der Waage”, sagt Marktexperte Andreas Paciorek vom Wertpapierhändler CMC Markets gegenüber dem Aktionär . Die chinesische Zentralbank hatte die Schuld am weltweiten Crash weit von sich gewiesen. Die Vorboten der Zinswende, die die amerikanische Fed im Herbst einleiten will, sollen hier bereits gewirkt haben, nicht die Abwertung des Yuan.

Indes: „Die guten Zeiten für Versicherer fangen in China erst an”, sagte Munich-Re-Vorstand Ludger Arnoldussen der FAZ. Er prognostiziert auch weniger Wirtschaftswachtstum im Reich der Mitte, geht aber weiter von einem langfristigen Plus von acht bis zehn Prozent im Erstversicherungsmarkt aus – jährlich.

So bestimmen auch die Erwartung auf chinesische und amerikanische Marktdaten die Erwartungen der Anleger. Auf dem Plan: Einkaufsmanagerindex und Arbeitsmarktdaten und speziell für die USA: der Konjunkturbericht der Fed.

Die Anzeichen werden sich also verfestigen, ob es sich vergangene Woche um einen Sturm im Wasserglas oder den Auftakt eines Bärenmarktes gehandelt hat. (vwh/ku)

Bildquelle: Thomas Richter

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