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Die Börsenwoche: In Stein gemeißelt und krisengeplagt

14.03.2016 – Dax_Bankenverband _ FlickNoch beben die Märkte und vor allen Dingen die Kommentatoren angesichts der jüngsten Zinstat von Mario Draghi. Ob indes Kollegin Janet Yellen von der US-Fed eins drauf setzen kann, ist zumindest fraglich. Weitere für die Branche relevante Zahlen kommen vom Deutschen Giro- und Sparkassenverband, von der Munich Re und VW Financial.

Für 409 Sparkassen (Stand Januar 2016), sieben Landesbanken-Konzerne, die Deka Bank, neun Landesbausparkassen, elf Erstversicherergruppen der Sparkassen und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen haben die strategischen Ansagen von Präsident Georg Fahrenschon erhebliches Gewicht. Wird das Filialnetz weiter ausgedünnt, hat das nicht zuletzt Auswirkungen auf den Vertriebskanal der Bancassurance. Morgen gibt es die Bilanz.

Krisengeplagte News werden nicht nur in Berlin erwartet. Die These, dass der Abgasskandal des Mutterschiffs VW Financial unberührt lässt, kann ad acta gelegt werden. Denn Vorstandschef Frank Witter (56), maßgeblich am Erfolg der VW Financial AG, wird im Vorstand der Volkswagen gebraucht und hat daher seinen Posten im vergangenen Herbst geräumt. Inwiefern sich bereits Hinweise aus den Zahlen ergeben, dass der Aufschwung der Finanzsparte gebremst wird, zeigt sich ebenfalls am Dienstag.

Dann geht es bei der Munich Re ums Eingemachte. Der Aufsichtsrat tagt und beschließt die Nachfolge von Vorstandschef Nikolaus von Bomhard, der Ende des Jahres nach zwölf Jahren sein Mandat niederlegen will (siehe UNTERNEHMEN).

Ruhig ist es um Mario Draghi nach dem jüngsten Paukenschlag noch längst nicht geworden. Die Nullzinspolitik soll nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen sein. Die Welt am Sonntag berichtet vom nächsten Tabu-Bruch. Der Herr des Geldes winke mit Helikopter-Geld, so die Ansage. Jeder Bürger soll etwas überwiesen bekommen, um so ganz privat die Konjunktur anzukurbeln.

US-Fed-Chefin Janet Yellen soll jetzt Ruhe walten lassen: Die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung am Mittwoch sehen US-Analysten bei null Prozent. Auch danach wird die Fed die Zügel wohl nur sehr langsam straffen. Anleger wetten laut N-TV darauf, dass der US-Leitzins frühestens 2022 wieder bei einem Prozent liegen wird. Zehn Jahre könnte das bei der Bank von England (BoE) gar dauern. Die berät am Dienstag ihre Geldpolitik.

Der Schlüsselsatz der EZB soll gar erst in 60 Jahren so weit sein. Auch die japanische Zentralbank will am Dienstag die Geldpolitik beraten. Hier schätzen die Experten den Leitzins ann0 2045 bei gerade einmal 0,5 Prozent. Von einer Niedrigzinsphase zu sprechen, verbietet sich angesichts derart in Stein gemeißelter langfristiger Realitäten also längst.(vwh/ku)

Bildquelle: Bankenverband

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