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Die Börsenwoche: Hexen-Sabbat mit oder ohne Janet Yellen?

14.09.2015 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deDie Hinweise verdichten sich, dass Fed-Chefin Janet Yellen tatsächlich die Zinswende einläuten wird. Dass hieraus ein Automatismus für den europäischen Markt ableitbar wäre, kann durchaus bezweifelt werden. Die Märkte werden wohl aber wenig Impuls verspüren, bevor die Fed eine Entscheidung fällt. Der Spannungsbogen droht zu überspannen.

Kommt die erste US-Leitzinserhöhung seit mehr als einer Dekade nun doch erst später? Anleger warten mit eventuellen Neupositionierungen. Für die einen ein Glück, andere ächzen unter den aktuellen Ölpreisen: Die Talfahrt wird wohl weitergehen, nachdem Saudi Arabien sich nicht zu einer Teilnahme an einem Gipfeltreffen der Ölförderländer durchringen konnte.

Auch die Turbulenzen in China wirken noch nach. Nach der saisonalen Schwäche werden schon die Hinweise laut, dass es sich beim aktuellen Jahr 2015 um ein Sabbatjahr handelt – alle sieben Jahre, zuletzt 2001 und 2008 sieht die Regel ein Verlustjahr.

Indes: Optimistische Analysten wie die der Commerzbank bleiben bei Ihrer Dax-Prognose für 11.800 Punkte zum Jahres-Ultimo. Zum Jahresbeginn galt derart noch als pessimistisch. Dass es wieder aufwärts geht, erklärt Anouch Wilhelms von der Commerzbank gegenüber dem Deutschen Anleger Fernsehen: “Die Geldmenge ist entsprechen groß” und “die Dax-Gewinne steigen”, begründet er seine Sichtweise.

Die nationalen Blicke der Experten richten sich auf die ZEW-Konjunkturerwartungen, weltweit spielen China-Daten, die Industrieproduktion der Eurozone für Juli sowie der USA für August eine zentrale Rolle. Mit der Internationalen Autoausstellung will der Automobilsektor für gute Stimmung an den Märkten sorgen – nach zuletzt eher durchwachsenen Nachrichten, vor allem was den Absatz in Fernost angeht.

Richtig Bewegung bringt – auch für den Fall, dass die US-Zinsentscheidung ausbleiben sollte – in jedem Fall am Freitag der “Große Hexensabbat”. An den Derivatenbörsen verfallen Futures und Optionen auf Aktien und Indizes – für gewöhnlich bringt dies große Kursschwankungen. (vwh/ku)

Bildquelle: Thorben-Wengert/ pixelio.de

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