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Die Börsenwoche: Folgt auf die Erholung die Rallye?

19.10.2015 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deDer Takt auf dem Frankfurter Börsenparkett schwankt dieser Tage zwischen Sorge und Hoffnung. Sorgte der eher maue Auftakt der Bilanzsaison nur für ein schwaches Plus, richten sich die Hoffnungen der Aktienhändler nun auf eine neue Geldflut der Notenbanken. Manch Börsenexperte sieht in der zunehmenden Abkühlung der Weltwirtschaft die Notenbanken erneut zum Handeln gezwungen.

“Die Geldpolitik wir der Weltwirtschaft keine Schmerzen zufügen, sondern Antibiotikum einflößen”, prognostiziert Robert Halver, Chef-Analyst bei der Baader Bank. Der Fokus vieler Anleger liegt dabei auch auf der chinesischen Zentralbank. “Die Anleger nehmen zur Kenntnis, dass China über ein großes Feuerwerk an Konjunkturprogrammen zukünftig alles, wirklich alles dafür tut, dass der Drache wieder faucht. Die chinesische Notenbank stellt hierfür den nötigen Brennstoff bereit”, ergänzt Halver.

Auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhoffen sich die Anleger in dieser Woche weitere positive Marktsignale. “Die jüngste Stärke des Euro hat sogar Zinssenkungsspekulationen aufkommen lassen”, glaubt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Auch wenn aus seiner Sicht am Donnerstag noch nicht mit aktiven Maßnahmen zu rechnen sei: “Die EZB dürfte aber ihre Bereitschaft zu weiteren Maßnahmen betonen”, so der Ökonom.

Auch die US-Notenbank Fed wird in dieser Woche wieder im Blick der Anleger stehen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende noch in diesem Jahr mit den enttäuschenden Konjunkturdaten der letzten Woche weiter gesunken ist: Die Veröffentlichung der US-Frühindikatoren am Donnerstag könnte zumindest neue Aussichten für die Fed-Politik bringen.

Von Unternehmensseite stehen auch in dieser Woche wieder die Bilanzberichte im Fokus der Aktienhändler. In Deutschland wird der Zahlenreigen zwar erst übernächste Woche an Schwung aufnehmen. Allerdings legen mit SAP am Dienstag und Daimler am Donnerstag bereits erste Schwergewichte ihre Zahlen vor. In den USA warten neben Morgan Stanley unter anderem auch Yahoo, eBay, Amazon, Microsoft sowie Coca-Cola, McDonald’s, American Express und Caterpillar mit Zahlen auf. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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