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Die Börsenwoche: Ein Donnerschlag am Donnerstag?

30.11.2015 – draghi_World_Economic_ForumSuper-Mario Draghi wird wohl am Donnerstag die Geldschleusen weiter öffnen. Kaum einer zweifelt daran, dass die expansive Geldpolitik der EZB ihr vorweihnachtliches Ende findet. US-Kollegin Janet Yellen könnte sich dann vielleicht eine Andeutung zur bevorstehenden Zinswende entlocken lassen – das wäre der Donnerschlag am Donnerstag, auf den Analysten längst warten.

Janet Yellen erläutert vor dem Kongress das weitere Vorgehen in Sachen Geldpolitik. Experten sind sich im Vorfeld nicht ganz einig, ob Sie weiter versuchen wird, die Anleger so wenig wie möglich zu verunsichern. Eine derartige Kommunikationslinie war bereits in der jüngsten Vergangenheit nicht komplett erfolgreich.

Dem Euro indes wird noch vor Jahresende vorausgesagt, dass er unter den Dollarkurs rutscht – erstmals seit dem Nikolaustag vor 13 Jahren. Mit der Ausweitung der Anleihenkäufe würde die EZB weiter Kurs halten. Der Business Insider hatte vergangene Woche unter Bezug auf Goldmann-Sachs-Chefökonom Jan Hatzius gemeldet, dass die Fed sich wohl mit mehreren Schritten an die Ein-Prozent-Marke heranschleichen werde.

Viele nationale Notenbanken der Euro-Zone verfahren offenbar ähnlich: Sie haben in den vergangenen Jahren viel mehr Staatsanleihen und andere Wertpapiere gekauft als bis dato öffentlich bekannt, wie die Welt am Sonntag berichtet. Demnach gestehen die Regeln des Eurosystems den nationalen Zentralbanken große Freiheiten für eigene Geschäfte zu.

Die Deutsche Börse gibt – ebenfalls am Donnerstag – Änderungen in der Zusammensetzung ihrer Indizes bekannt. Zahlreiche Börsenneulinge drängen in MDAX, SDAX und TecDAX. So könnte die Bayer-Kunststofftochter Covestro in den Index der mittelgroßen Werte aufgenommen werden und der Autozulieferer Schaeffler sowie das Online-Portal Scout24 in den SDAX für geringer kapitalisierte Unternehmen kommen, wie Der Aktonär schreibt.

Einen Dax-Durchmarsch bis 11.800 Punkte schließt Redakteur Michael Schröder nicht aus. Seine Prognose: “Mit den Aussagen von EZB-Chef Draghi am Donnerstagnachmittag werden die Karten dann neu gemischt. Zwischen Gewinnmitnahmen und Beschleunigung der Aufwärtsbewegung ist alles möglich.”

Bild: Dreht Mario Draghi weiter an den Geldmarktschleusen? (Quelle: World Economic Forum)

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