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Die Börsenwoche: Dax 2020 bei 20.000 Punkten?

02.11.2015 – boersenplatz_ffmBörsenanalyst Volker Schilling sieht den Dax auf dem besten Weg in Richtung 20.000 Punkte – bis 2020. Dazu brauche es pro Jahr 11,9 Prozent Rendite. “Das ist aus meiner Sicht mit tiefen Zinsen und fehlenden Alternativanlagen realistisch”, sagt er gegenüber dem Branchenportal Der Aktionär. Auch Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW, hält die extreme Niedrigzinspolitik der EZB für “längere Zeit faktisch festgeschrieben.”

Daher lohnt der Blick auch darauf, wie wohl die Ergebnisse der Dax-Unternehmen aussehen. Mit der Munich Re und der Allianz geben zwei Branchenvertreter hier Einblick, mit welchen Beitrag zur Entwicklung des Leitindexes man weiter rechnen kann. Weiter liefern Zahlen kommende Woche und befeuern wohl die Jahresendrally auf Aktien: die Generali, Scor, die Hannover Rück und die Commerzbank.

In einem aktuellen Kommentar geht LBBW-Volswirt Uwe Burkert zum Niedrigzinsumfeld noch weiter: “Diese Begrenzung bei der Entwicklung der Langfristzinsen rührt zudem daher, dass die geldpolitischen Lockerungsübungen im Euroraum und in Japan auch den geldpolitischen Aktionsradius der Federal Reserve einschränken, denn sie stärken einen ohnehin festen US-Dollar zusätzlich, und das in einer Phase, in der angesichts der globalen Konjunkturrisiken keine Notenbank den Außenhandel des eigenen Landes durch eine Währungsaufwertung zusätzlich belastet sehen möchte.”

Er rechnet zum Jahresende 2016 mit einem US-Leitzinsniveau von 1,25 Prozent und sieht darin nicht wirklich einen Abschied vom Niedrigzinsumfeld. Die Experten der WGZ Bank sehen laut dpa die Aktienmärkte vor einer Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung und verweisen dabei auch auf die günstige Saisonalität: November und Dezember waren in der Vergangenheit meist starke Börsenmonate. Eine Jahresendrally, wie sie sich derzeit abzuzeichnen scheint, will wohl niemand verpassen. Bis zum bisherigen Rekordhoch von 12.390 Punkten fehlt aber noch ein gutes Stück.

Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, geht von einem Bullenmarkt bis zum Jahresende aus und sieht die 11.000er-Marke locker geknackt. Grund: ” Es wird wohl keine US-Leitzinswende geben, die EZB ist außer Rand und Band und auch China dreht die Schleusen auf, damit die Wirtschaft nicht kollabiert”, sagt er gegenüber dem Aktionär. “Gerade wenn China sich etwas stabilisiert, kommt uns das zugute.” (vwh/ku)

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