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DFSI-Studie: Qualitätsrating der Privaten Krankenversicherer 2013/14

20.11.2013 – dfsi-logoKostensteigerungen im  Gesundheitssystem und die Inflation sind starke Preistreiber bei den Prämien zur privaten Krankenversicherung, schreibt das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI). Nun kommt es darauf an, wie solide ein Versicherer seine Tarife kalkuliert hat und welche Solidität er als Unternehmen an den Tag legt: Steigen bei guten Unternehmen die Beiträge „nur“ im Rahmen der Inflation plus ein bis drei Prozentpunkte, kann ohne Frage von einer stabilen Situation gesprochen werden. Steigen aber bei anderen Versicherern die Beiträge in manchen Tarifen um 20 bis 30 Prozent, in einem Jahr wie zum letzten Jahreswechsel, so treibt das jedem Kunden zu Recht die Zornesröte ins Gesicht.

Die Qualität der Versicherungsprodukte ist direkt verbunden mit der Substanzkraft ihres Anbieters. Während man bis vor kurzem kaum relevante Unterschiede in der Substanzkraft von Versicherern verzeichnen konnten, gibt es heute auf Grund der aktuellen Entwicklungen gravierende Unterschiede. Die Substanzkraftquote liefert einen aussagekräftigen Indikator dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass aufgrund der Finanzkraft und Substanz ein Versicherer auch in Zukunft stabile bzw. moderat steigende Beitragssätze anbieten kann und in der Lage ist, Finanzkrisen ohne größere Schwankungen zu durchstehen. Aus dem versicherungsgeschäftlichen Ergebnis lässt sich ablesen, wie der Versicherungsbetrieb als solches funktioniert. Ist die Schadensquote mit und ohne Altersdeckungsrückstellungen hoch, sind die Verwaltungs- und Abschlusskosten überdurchschnittlich.

Die andere Seite ist, wie wirtschaftet das Unternehmen mit dem ihm anvertrauten Geldern. Wie hoch ist die Nettoverzinsung, die sich aus dem Kapitalanlageergebnis und mittleren Kapitalanlagebestand errechnet. Die Nettoverzinsung gewinnt einen immer stärkeren Einfluss auf die Beitragsstabilität, da die Kapitalerträge bis zu 30 Prozent der Beitragseinnahmen ausmachen. So ist leicht vorstellbar, wie ein höheres oder niedrigeres Kapitalanlageergebnis zu Beitragsschwankungen führen kann. Substanzkraft und Produktqualität bedingen sich gegenseitig. Eine fehlerhafte Produktgestaltung oder eine unzureichende Risikoselektion führen mittel- und langfristig zur Beeinträchtigung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Versicherers. (vwh)

Link: Qualitätsrating der Privaten Krankenversicherer mit Tabelle

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