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Deutschland und China wirtschaftlich immer vernetzter

08.07.2014 – deutschland-china-flaggen-150Von VWheute-China-Korrespondent Heng Yan.

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung investierten chinesische Unternehmen in 2012 insgesamt 626 Mio. US-Dollar in 98 Projekte in Deutschland. Derzeit sind ca. 2.000 chinesische Unternehmen in Deutschland aktiv, während etwa 7.000 Unternehmen aus Deutschland im Reich der Mitte engagiert sind. Die immer größeren Handelsbeziehungen führen auch zu dem Ausbau der Zusammenarbeit im Finanzsektor. Vor diesem Hintergrund verfolgt die deutsche Wirtschaft mit großen Erwartungen den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dieser Tage in China.

Nach Gesprächen mit Premier Li Keqiang in der Großen Halle des Volkes zeigten sich die beiden Regierungschefs laut dpa vor Journalisten zufrieden über die Kooperation. Allerdings mahnte Merkel einen besseren Marktzugang, mehr Transparenz und gleichberechtigte Bedingungen für deutsche Unternehmen in China an. Wirtschaftsabkommen in Milliardenhöhe sind unterzeichnet worden.

Vier große chinesische Banken haben ihre Niederlassungen in Deutschland gegründet. 13 deutsche Banken unterhalten Filialen oder Repräsentanzbüros in China. Jedoch ist der Austausch auf dem Gebiet der Versicherung sehr bescheiden. Nach der Mitteilung der chinesischen Botschaft in Berlin sind zurzeit fünf deutsche Versicherungsunternehmen entweder eigenständig oder mit chinesischen Partnern am dortigen Markt geschäftlich aktiv. Dazu gehören die Allianz mit einer besonders starken Präsenz seit vielen Jahren, Ergo mit einem chinesischen Partner in der Provinz Shangdong, DKV mit einer Beteiligung an einer PKV-Gesellschaft seit 2005.

Unter der insgesamt schwachen Präsenz der ausländischen Versicherer am chinesischen Markt sind die Europäer relativ stark vertreten. Die Unternehmen aus Europa verbuchen nach einer Studie des chinesischen Rating-Institutes Dagong unter den ausländischen 51 Prozent der Beiträge aus dem Lebensgeschäft, etwa 38 Prozent aus den Non-Life-Sparten. Die europäische Finanzkrise ist gerade nicht hilfreich für die europäischen Gesellschaften bei der Erschließung der chinesischen Märkten. Das anfänglich große Vertrauen der Chinesen gegenüber Versicherungsunternehmen aus dem westlichen Ausland hat sich eher in ein Zurückhalten umgewandelt. Jedoch können das gute Standing der deutschen Wirtschaft und die hervorragende Rolle von Deutschland bei der Bewältigung der Krisen ausnahmsweise für die deutschen Finanzunternehmen bei Anbahnungen von Geschäften am dortigen Markt von besonders positiver Bedeutung sein.

Der Schwerpunkt des Gesprächs zwischen der Bundeskanzlerin und der chinesischen Regierung liegt diesmal Berichten zufolge in der Intensivierung der Kooperation auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Energie. China hat besonders großen und dringenden Bedarf am Umweltschutz. (Siehe POLITICS)

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