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Deutschen Unternehmen drohen Höchstschäden

22.01.2016 – Risiko_ZDFDen deutschen Unternehmen drohen in diesem Jahr Höchstschäden durch islamistischen Terror, Cyber-Angriffe und Wetterkatastrophen. Dies geht aus der neuen Marktprognose 2016 des Versicherungsmaklers Aon Risk Resolutions hervor. “Das Problem bei all diesen Bedrohungen ist: Wenn ein Schadenfall eintritt, wird er in der Regel sehr teuer“, sagt Hartmuth Kremer-Jensen, Mitglied der Geschäftsführung bei Aon in Deutschland.

Demnach wird der islamistische Terror die staatlichen Institutionen und Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen stellen. Dabei sei vor allem in deutschen Großstädten wie Berlin als Hauptstadt, Hamburg, München und Frankfurt als Finanzdienstleistungsstandort ein besonderes Augenmerk auf das Thema Sicherheit zu legen, ergänzen die Aon-Experten.

“Aber in diesem anspruchsvollen Absicherungssegment wird auch die Versicherungswirtschaft besonders gefordert sein. Innovative Ansätze zum Terrorismus-Risikomanagement, Gefährdungseinschätzungen sowie Risikomodelle mit Höchstschaden- und Schwachstellenanalysen bilden dann die Basis für Versicherungskonzepte, die der Bedrohung gerecht werden müssen”, ergänzt Kremer-Jensen.

Zudem werden auch die Cyber-Risiken laut Aon-Prognose in diesem Jahr weiter steigen. Einen Hauptgrund dafür sehen die Experten vor allem in den Trends zu Industrie 4.0. So würde durch die fortschreitende Vernetzung die Verletzlichkeit der Unternehmen erhöht. “Die Nutzung von miteinander kommunizierenden Maschinen in betrieblichen Produktions- und Bestellprozessen nimmt zu. Das stellt eine besondere Herausforderung für die Datensicherheit dar”, betont Aon-Geschäftsführer Kremer-Jensen.

Die dritte große Gefahr sehen die Aon-Experten in den Wetterrisiken. “Überschwemmungen und Stürme werden auch im Jahr 2016 schwere Schäden anrichten und die Firmen vor große Herausforderungen stellen. Denn die Versicherer sind nur begrenzt bereit, Versicherungsschutz zu gewähren. Und wenn sie dazu bereit sind, lassen sie es sich teuer bezahlen. Unternehmen werden daher bei der Suche nach Deckungsschutz sehr strategisch und zielorientiert vorgehen müssen”, so Kremer-Jensen. Entscheidend sei hingegen, ob bei wahrscheinlichen Höchstschäden Zusatzabdeckungen sinnvoll seien. (vwh/td)

Bildquelle: ZDF

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