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Deutsche wollen nicht mit Handys zahlen

18.09.2015 – Stahl_Ibi_lieDie Funktechnik Near Field Communication (NFC) wird zwar das Zahlungsverhalten der Kunden grundlegend verändern, für die Versicherer dürfte jedoch alles beim Alten bleiben. “Am Zahlungsverhalten der Versicherungskunden wird sich in den nächsten Jahren wenig ändern. Der Schwerpunkt dürfte im Lastschriftverfahren liegen”, sagte Ernst Stahl, Direktor von Ibi Research an der Uni Regensburg, auf dem Seghorn-Forum in Düsseldorf.

Einen Massenmarkt für das Mobile-Payment sieht Stahl in Deutschland zwar auch für die nächsten Jahre nicht, wohl aber “eine Fülle ernst zu nehmender Ansätze unterschiedlicher Akteure”. Denn die Kunden legen immer stärker hybrides Verhalten an den Tag: Elf Prozent seien bereits “begeisterte Online-Shopper”, die gerne alles im Netz erledigen. Bei den unter-30-jährigen ist es gar jeder Fünfte. Dass Apple beim vorletzten iPhone-Release auf NFC umgeschwenkt ist, hat den Markt in Bewegung gebracht, so Stahl.

Einer schnellen Verbreitung durch Apple stehe aber die MIF-Verordnung entgegen, mit der die EU-Kommission die Sätze für die Zahlungsentgelte gesenkt hat. Bei den Forderungen von Apple nach 0,18 Prozent des Agios müssten die Banken den Zahlungsverkehr subventionieren. Doch es gebe andere Anbieter wie etwa Google, die keine Gebührenteilung verlangen. Mit NFC reicht es, dass der Benutzer für den Zahlungsvorgang sein Smartphone an einen NFC-Scanner hält. Für derartige Terminals sieht Stahl in der Versicherungswirtschaft nur in Nischen eine Verwendung – etwa bei der Versicherung eines Mofas beim Händler. (lie)

Ernst Stahl, Direktor des Instituts Ibi Research an der Universität Regensburg GmbH (Quelle: lie)

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