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Deutsche Lebensversicherungen weiter unter Druck bei Kapitalanlagemargen

09.12.2013 – fitch-ratings-logo-32Fitch Ratings erwartet, dass deutsche Lebensversicherungen auch weiter unter den niedrigen Kapitalanlagemargen leiden werden, selbst wenn die Zinsen wieder zu steigen beginnen sollten. Fitch erwartet keine schnelle Trendwende bezüglich der Erträge aus Kapitalanlagen, weil bei der Anlage in Festverzinsliche die Renditen neuer Anlagen für einige Zeit unter den Renditen auslaufender Anleihen liegen werden. Trotzdem erwartet die Agentur,  dass die  deutschen Lebensversicherer mit Rating von  Fitch selbst in einer langanhaltenden Niedrigzinsphase in der Lage sein werden, die Garantieverzinsung für die Lebensversicherungskunden zu gewährleisten. Deshalb behält die Agentur den stabilen Ausblick für die Ratings deutscher Lebensversicherer bei, während der fundamentale Sektorausblick negativ ist.

Im gegenwärtigen Umfeld ist es für Lebensversicherungen sehr schwierig, Kapitalanlage­erträge im angemessenen Umfang zu generieren. „Fitch hat für deutsche Lebensversicherungen ein Run-off Szenario simuliert und das Niedrigzinsumfeld mit verschiedenen Annahmen durchgerechnet “, führt Dr. Stephan Kalb aus, Senior Director und Leiter des deutschen Versicherungsteams von Fitch Ratings. „Das Ergebnis bestätigt die Sicht von Fitch, dass die deutschen Lebensversicherungen mit Rating der Agentur den gegenwärtigen Herausforderungen des Sektors gewachsen sind.“

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld Kapitalanlagen wirkt negativ auf die Kapitalquoten der Lebensversicherer, die deshalb seit 2008 rückläufig sind. Die 2011 eingeführte Zinszusatzreserve schützt zwar die Versicherer gegen die Belastungen eines anhaltenden Niedrigzinsumfelds, belastet aber die Solvabilitätsquoten der Lebensversicherungen zusätzlich. Fitch erwartet, dass diesbezüglich der Druck auf das Kapital anhalten wird, weil auch für 2014 eine Zuführung zur Zinszusatzreserve zu erwarten ist.

Für das Jahr 2014 erwartet Fitch einen leichten Anstieg beim Neugeschäft, unter anderem gestützt durch neue Produkte. Für 2013 hingegen wird ein Rückgang im Neugeschäft in laufenden Beiträgen erwartet, nachdem in den beiden Vorjahren Sondereffekte positive gewirkt haben. Ende 2011 und 2012 gab es Schlussverkäufe getrieben durch Vorzieheffekte vor der Absenkung des Rechnungszinses zum 1. Januar 2012 und vor der Einführung der Unisex-Tarife am 21. Dezember 2012. (vwh)

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