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Deutsche bilden mehr Sparrücklagen

25.10.2016 – Sparen_Claudia Hautumm_pixelioDie niedrigen Zinsen auf Guthaben halten die Deutschen anscheinend auch weiterhin nicht vom Sparen ab. Vielmehr bilden immer mehr Menschen in der Bundesrepublik wieder Rücklagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Danach legen 80 Prozent der Befragten Geld zurück. 44 Prozent von ihnen sparen monatlich, 23 Prozent unregelmäßig und 13 Prozent mehrmals im Jahr.

Besonders emsige Sparer ist laut Umfrage die Generation der 16- bis 29-Jährigen: 24 Prozent der Befragten legen demnach zurzeit mehr auf die hohe Kante, als der Durchschnitt der Bundesbürger. Gleichzeitig gab jeder dritte Befragte (33 Prozent) an, sein Sparverhalten aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Situation in den vergangenen sechs Monaten verändert zu haben. Allerdings sparen derzeit nur zehn Prozent der Befragten aktuell mehr als vor sechs Monaten.

Allerdings fallen laut Umfrage die Höhe sowie der Zuwachs der Sparguthaben regional recht unterschiedlich aus. Demnach gehörten die Hamburger im vergangenen Jahr zu den fleißigsten Sparern in Deutschland: Rund 2.808 Euro mehr lagen in 2015 auf den Sparkonten der Hanseaten. Auf Platz Zwei folgen die hessischen Sparer mit einem Zuwachs von 1.670 Euro sowie den Schleswig-Holstein mit einem Plus von 965 Euro.

Schlusslicht ist nach Angaben der Postbank die Bundeshauptstadt Berlin, die als einziges Bundesland 2015 ein geringeres Sparguthaben (minus 430 Euro) als noch 2014 aufwies. Auch im Saarland (plus 121 Euro) und in Sachsen (plus 371) fielen die Sparzuwächse im Vergleich eher bescheiden aus.

Der Titel der Sparkönige ging laut Umfrage auch 2015 an die Hessen: Mit 47.317 Euro verfügen diese über die höchsten Pro-Kopf-Einlagen auf Sparkonten. Den zweiten Platz belegten die Sparer in Hamburg mit einem Sparguthaben von 30.217 Euro, gefolgt von Berlin mit durchschnittlich 25.557 Euro auf dem Sparbuch. Mecklenburg-Vorpommern bleibt mit 11.872 Euro je Einwohner das Schlusslicht der Republik. Zum Vergleich: der Bundesdurchschnitt liegt bei 22.033 Euro.

Gleichzeitig konstatierte die Studie erneut deutliche Unterschiede im Ost-West-Vergleich. Mit durchschnittlich 12.603 Euro sind die Sparguthaben im Osten demnach deutlich geringer als im Westen mit 24.069 Euro. Dennoch verzeichnen die neuen Bundesländer seit 2008 ein stetiges Wachstum. So stieg 2015 beispielsweise das Einlagevolumen in Thüringen im Vergleich zum Vorjahr um 541 Euro. (vwh/td)

Bildquelle: Claudia Hautumm / pixelio

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