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Der Notenbankhattrick

12.12.2016 – Boerse_Thorben Wengert_pixelio.de“Aktuell stehen die Zeichen auf steigende Aktienkurse an den wichtigen globalen Aktienmärkten”, sagt DZ Bank-Analyst Frank Wohlgemuth. Nicht wenige Experten rechnen nächste Woche mit Eintrübungen, denn es stehen drei Entscheidungen von Notenbanken an: Bank of England, EZB und FED.

In der letzten Woche erreichte der Dax am Freitag ein Jahreshoch – er stieg in den letzten Tagen um mehr als sechs Prozent. Die Fed könnte den großen Spielverderber geben: Die Bank wird den Leitzins wohl um einen Viertelprozentpunkt anheben. Entscheidend wird aber sein, ob sie durchblicken lässt, dass schnellere Leitzinsanhebungen angedacht sind. Das würde die Märkte wohl verunsichern.

Der Hintergrund der Befürchtungen ist die wahrscheinliche Fiskalpolitik des kommenden Präsidenten Donald Trump. Sollte er seine momentan nur angedachten offensiven Steuersenkungspläne realisieren, könnte sich der Inflationsdruck erhöhen und schnellere Leitzinsanhebungen die Folge sein. Deutet die Fed eine solche Politik an, wäre ein Abbremsen an den Börsen wohl die Folge.

Die EZB wird die Anleihekäufe um neun Monate verlängern, das monatliche Kaufvolumen wird von 80 auf 60 Mrd. Euro gesenkt. “Das ist der Beginn des erzwungenen Ausstiegs aus den Anleihekäufen. Aber leider dürfte die EZB die lockere Geldpolitik mit anderen Mitteln fortsetzen. Schließlich sind die Ursachen der Staatsschuldenkrise nicht gelöst; der Euroraum kommt nicht zur Ruhe”, meint Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Das Feld der Notenbanken komplementiert die Bank of England an. Experten rechnen nicht mit Änderungen. Mit dieser Entscheidung sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit abgefedert werden. Zurzeit scheinen die Anleger die Risiken wie mögliche Neuwahlen in Italien, die kommenden Brexit-Austrittsverhandlungen und den Kurs Trumps weitgehend auszublenden.

Bei den Unternehmen bewegt sich wenig, Fraport meldet die Verkehrszahlen November. Am Mittwoch geben die MDax-Konzerne Aurubis und Metro Auskunft über das Geschäftsjahr 2015/16. Am Donnerstag folgen die SDax-Firmen Bertrandt und Stabilus. Und am Freitag steht ein dreifacher Verfallstermin ins Haus, es wird mit Volatilität gerechnet. (vwh/mv)

Bild: Bulle und Bär (Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de)

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