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Deckungsvolumen der Kreditversicherer auf Rekordhoch

06.12.2013 – gdv-logoDie Absicherung der Außenstände von Firmen über deutsche Kreditversicherer erreichte in diesem Jahr ein neues Rekordniveau. Das Deckungsvolumen in der Warenkreditversicherung erhöhte sich bis zum dritten Quartal 2013 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um fünf Prozent auf 368 Mrd. Euro ab. Fast drei Millionen Lieferantenbeziehungen sicherten die Kreditversicherer ab.

Ralf Meurer, Vorsitzender der Kommission im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) resümiert: „Das Deckungsvolumen der Kreditversicherer ist deutlich stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt. Die Branche habe ihren Kunden damit Liquidität gesichert und Wachstum ermöglicht.

Die Delkredereversicherung, zu der die Warenkredit-, Ausfuhrkreditversicherung und Investitionsgüterkreditversicherung gehört, sichert Unternehmen davor ab, dass Kunden nicht zahlen. Sie macht 55 Prozent der Beitragseinnahmen der Kreditversicherer aus.

In der Sparte Kautionsversicherung übernahmen die Kreditversicherer mit rund 39 Mrd. Euro in den ersten drei Quartalen ein um fünf Mrd. höheres Bürgschaftsvolumen als im Vorjahr in die Bücher. Neben den Bankkrediten gehören Kautionsversicherungen fest zur Liquiditätsplanung vieler Unternehmen und ermöglichen zusätzliche Investitionsvorhaben.

Die Leistungen der Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherer sanken nach den hohen Schadenaufwendungen 2012 in den ersten drei Quartalen um fünf Prozent auf circa 639 Mio. Euro. Hingegen wuchsen die Beitragseinnahmen im gleichen Zeitraum um rund zwei Prozent auf rund 1,2 Mrd. Euro.

Die Kreditversicherer erwarten in Deutschland für 2013 einen Rückgang der Insolvenzen um sechs Prozent auf 26.500. Wenngleich die Insolvenzzahlen deutlich niedriger ausfallen werden als in den Vorkrisenjahren 2005 bis 2008, liegen die zu den Firmeninsolvenzen angemeldeten Forderungsausfälle mit rund 24 Mrd. Euro (2012: rund 41 Mrd. Euro) auf hohem Niveau. Weltweit rechnen die Kreditversicherer 2013 mit einem Anstieg der Insolvenzen um zwei Prozent. In Amerika und Asien dürften die Firmenpleiten sinken, während diese in Europa steigen – besonders stark in den Mittelmeerländern.

Für 2014 prognostizieren die Kreditversicherer einen weiteren Rückgang der Firmenpleiten in Deutschland auf 25.000. Vor allem in der Baubranche, im Handel und im Dienstleistungsbereich erwartet die Branche deutlich weniger Insolvenzen. Die Forderungsausfälle dürften nicht steigen. Weltweit sollten die Insolvenzen nach Mitteilung des GDV um ein Prozent zurückgehen (siehe auch DOSSIER). (vwh)

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