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“Das 2. Pflegestärkungsgesetz setzt wichtige Impulse”

28.10.2014 – munchener_verein_versgruppe_vorstand_reitzlerEin Gastbeitrag von Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der Münchener Verein Versicherungsgruppe.

Das 2. Pflegestärkungsgesetz wird für Alle wesentlich umfangreichere Änderungen mit sich bringen als das erste. Klar ist aber auch, dass das Pflegesystem in Deutschland dringend diese Änderungen benötigt. Allen Unkenrufen zum Trotz war und ist der Pflege-Bahr ein wichtiger erster Schritt für ein zukunftsfähiges Pflegesystems, denn die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung ist ein wichtiger Anreiz für die Bürger, für den Pflegefall rechtzeitig ergänzende Vorsorge zu treffen. Diese politische Reform aber auch die Kritik daran setzte ebenso wichtige positive Impulse in der Tariflandschaft der privaten Versicherungsunternehmen.

Viele Gesellschaften bieten mittlerweile nicht nur den so genannten „Pflege-Bahr-Tarif“ an, sondern auch Aufstockungen mittels separater Pflegeversicherung. Meiner Meinung nach greift das noch zu kurz, da die Lücken im Pflege-Bahr wie z.B. keine weltweite Geltung dadurch trotzdem bleiben, weshalb wir in unserem Pflegetagegeld einen „Lückenschließer“ integriert haben. Das staatlich starre Pflegeprodukt wird dadurch zum individuellen „Hochleistungs-Pflege-Bahr“ mit ausgezeichneten Bedingungen und vielen Serviceleistungen.

Mit der Änderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs werden weitere Impulse für Produktinnovationen bei den privaten Versicherern gesetzt. Ich rechne mit einer Vielfalt von qualitativ guten Vorsorgelösungen – ähnlich wie wir sie jetzt schon bei den Pflegetagegeldversicherungen haben. Bereits heute ist es für Kunden und Vermittler allerdings nicht immer leicht, dass passende Angebot für den jeweiligen Bedarf zu finden. Das wird mit dem neuen Begriff und den fünf Pflegestufen noch komplexer. Welche Unterscheidungskriterien den Vermittlern beim Kundengespräch unterstützen können, haben wir erst jüngst bei unserem Deutschen Assekuranz Pflege Forum u.a. mit Bundesminister a.D. Norbert Blüm und der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml diskutiert. Es sind Kriterien, die auch mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff Bestand haben werden: gute Bedingungen und Assistanceleistungen. Deshalb richten wir bereits heute schon unsere Angebote darauf aus, gestalten flexible Produktbausteine, die nach individuellen Bedürfnissen kombinierbar sind, legen Wert auf gute Bedingungen und erweitern sukzessive die Assistanceleistungen wie jüngst mit einem Beratungsgutschein zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Denn Pflege sollte auch für private Versicherungsunternehmen mehr sein als die monetäre Leistung im Pflegefall – wenn es darauf ankommt zählt schnelle und unbürokratische Hilfe.

Doch ein Ausblick auf eine mögliche Tarifwelt mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff nutzt dem Vermittler heute wenig – er sollte zuverlässige Partner mit reformflexiblen Angeboten wählen und bei der Kundenberatung und Bedarfsermittlung darauf achten, Tarife zu vermitteln, die eine Anpassung bei Änderung des SGB XI vorsehen. So sind seine Kunden heute optimal abgesichert und können nach der Reform in einen neuen Tarif wechseln.

Positionierung des Münchener Vereins Versicherungsgruppe im Rahmen des Strategiegipfels der Gesundheitswirtschaft heute und morgen in Berlin zur 19. Handelsblatt Jahrestagung.

Bild: Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der Münchener Verein Versicherungsgruppe. (Quelle: Münchener Verein)

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