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“Da wird das Kopfkissen zur echten Alternative”

20.08.2015 – Policen klassischer Art werfen nichts ab und zwingen Versicherer Vorsorge treffen, dass der Garantiezins Jahr für Jahr fließt. Erste Anbieter steigen aus dem Geschäft aus. Doch Verbraucherschützer warnen vor Lebensversicherungen ohne Zinszusagen, aber besserer Rendite. “Wenn die Renditechancen so klar wären, könnten die Versicherer sie auch garantieren”, sagt Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Mehrheit der Versicherer bietet weiterhin Kapitallebens- und private Rentenversicherungen mit dem aktuellen Garantiezins von jährlich 1,25 Prozent an, berichtete VWheute. Im Niedrigzinsfeld wird es jedoch immer schwieriger, die garantierten Zinsen zu erwirtschaften. Die Branche setzt mittlerweile große Hoffnungen auf Indexpolicen – die bieten zwar weniger Sicherheit, aber bessere Renditechancen. Die Öffentliche Versicherung beispielsweise begegnet dem höherem Risiko dadurch, “dass die Anlage der Überschüsse hoch diversifiziert in über 2000 Beteiligungsunternehmen auf der ganzen Welt erfolgt”, wird Stefan Hahnekopf, Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherung in der Braunschweiger Zeitung zitiert.

Doch von Lebensversicherungen ohne Garantiezins halten Verbrauchschützer nichts. “Da wird das Kopfkissen zur echten Alternative”, sagt Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg. Auch die fondgebundene Lebensversicherung sieht sie kritisch: “Der Kunde trägt das volle Risiko, zudem hat er dabei hohe Kosten und wenig Flexibilität.” Die Verbraucherzentrale empfiehlt Produkte mit kürzeren Laufzeiten – zwischen fünf und zehn Jahren. (vwh/dg)

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