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Cyberattacken nehmen zu

28.07.2015 – Cyber_Ivan David Gomez_FlickrIn den letzten drei Jahren wurde jedes fünfte Großunternehmen Opfer von Spionage oder Datenklau. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young haben allein 14 Prozent der deutschen Unternehmen in diesem Zeitraum konkrete Hinweise auf Spionageattacken entdeckt. Dies seien mehr als doppelt soviel wie vor zwei Jahren. Besonders im Visier stehen Großunternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer Mrd. US-Dollar.

Allein sieben Prozent der Unternehmen haben sogar mehrfach Hinweise auf Spionage oder Datenklau erhalten, so Ernst & Young weiter. Umso verwunderlicher aus Sicht der Berater, dass lediglich ein Drittel der deutschen Unternehmen ein hohes Risiko sehen, Opfer eines Cyberangriff zu werden. Dies sind ebenso viele wie im Jahr 2013.

Allerdings gehen 81 Prozent der Manager davon aus, dass die Bedeutung des Problems noch zunehmen werde. Aus deren Sicht geht die größte Gefahr dabei von China aus, gefolgt von Russland und den USA. Am allgemeinen Sicherheitsgefühl der Unternehmen habe sich jedoch nichts geändert. Bereits seit zwei Jahren sehen etwa 82 Prozent der Manager die präventiven Cyberschutz-Maßnahmen in ihren Unternehmen für ausreichend. Dabei seien die Schutzvorkehrungen eher konventionell. Umfassendere Vorkehrungen wie ein Intrusen-Detection- bzw. Prevention-System seien hingegen weiterhin Mangelware.

“Die anhaltende Sorglosigkeit vieler Unternehmen überrascht”, sagt Bodo Meseke, Leiter Forensic Technology & Discovery Services bei EY. “Sie denken, sie seien ausreichend geschützt oder würden nicht Ziel von Datenklau und Cyberangriffen werden. Dabei zeigen die immer neuen Enthüllungen, dass jeder Ziel solcher Attacken werden kann und dass die gängigen Schutzmechanismen umgangen werden können.” (vwh/td)

Link: Ivan-David Gomez / Flickr

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