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Coface sieht Schulden in Asien bedenklich

22.10.2013 – Der Internationale Kreditversicherer Coface warnt vor einer weiteren starken Verschuldung der privaten Haushalte in Asien. In Malaysia betragen die Schulden in Relation zum Haushaltseinkommen 194 Prozent, in Südkorea 166 Prozent und in Singapur 134 Prozent. Der Schuldendienst ist in diesen Ländern höher als 2008 in den USA.

In Thailand liegt die Verschuldung den Angaben von Coface zufolge bei 112 Prozent. Der Kreditversicherer warnt mittelfristig vor negativen Effekten. Die aktuelle Lage in den asiatischen Staaten bedeute nicht zwangläufig eine drohende Krise wie in den USA 2008. Damals lag der Schuldendienst dort bei 130 Prozent. In den asiatischen Staaten werde der Konsum mit Schulden erkauft. Deshalb erscheine eine Beruhigung in den nächsten Jahren „notwendig”.

Die Coface-Experten verweisen auf die Aufholjagd in den asiatischen Schwellenländern, die von der wachsenden Mittelschicht getrieben wird. In China zum Beispiel habe sich der Pro-Kopf-Verbrauch seit 1995 fast verdreifacht und in Indien mehr als verdoppelt. Das Haushaltseinkommen steige weiter. Begünstigt werde die Situation durch die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes und politische Maßnahmen, den Konsum zu fördern. Auch die alternde Bevölkerung und die rasante Urbanisierung tragen nach Mitteilung von Coface dazu bei. Der Kreditversicherer betrachtet in den nächsten Jahren die Sektoren Automobil, hochwertige Konsumgüter und Tourismus als die Schlüsselbranchen, die von der allgemeinen Entwicklung profitieren. (vwh)

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