Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Coface sieht Brasilien weiter in der Krise

06.11.2015 – zuckerhut_pixelioDer Kreditversicherer Coface sieht Brasilien weiter in der Krise. So vollführe das lateinamerikanische Land derzeit einen wirtschaftlichen Balance-Akt – mit offenem Ausgang. “Die politische Instabilität lastet schwer auf der Wirtschaft. Ein schnelles Ende der Krise ist nicht in Sicht”, heißt es in einem neuen Panorama des Kreditversicherers.

So habe die Zentralbank zwar die Zinsen angehoben, um damit die Inflation zu kontrollieren, so Coface. Allerdings seien dadurch auch die wirtschaftlichen Aktivitäten gedämpft worden, bemängelt der Kreditversicherer. “Die schrumpfende Wirtschaftsleistung verringert Steuereinnahmen und belastet die Staatsfinanzen”, heißt es im Coface-Panorama.

Besonders betroffen sind nach Ansicht der Risikoexperten die Automobilproduktion, die Stahlindustrie und die Baubranche. Demnach brach die Produktion von Autos zwischen Januar und August 2015 um 20,1 Prozent ein. Die Verkäufe gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,7 Prozent zurück, während der Export um 10,8 Prozent sank.

Zudem gab die Baubranche laut Angaben von Coface im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent nach. Dabei betrug die Auslastung im August dieses Jahre lediglich 59 Prozent. Dies sei der niedrigste Wert seit 2012, so der Kreditversicherer. (vwh/td)

Link: Die vollständige Studie in englischer Sprache (PDF)

Bild: Zuckerhut Rio de Janeiro (Quelle: Christopher Zapf / pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten