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Coface erwartet kein Umschwung in China

07.04.2016 – China_by_URSfoto_pixelio.deDer Kreditversicherer Coface hat 34 Emerging Markets auf ihre Exportaussichten untersucht. Nur vier haben gute Aussichten auf eine kurzfristige Trendumkehr: Tschechische Republik, Polen, Chile und Thailand. Am anderen Ende der Skala rangieren derzeit China, Saudi Arabien, Ägypten und Ecuador. Kriterien für die Analyse waren die Wettbewerbsfähigkeit bei Preisen, Schulden der Unternehmen sowie politische Risiken.

Denn der wirtschaftliche Umschwung kann durch politische Unwägbarkeiten gebremst werden, die Unternehmen zum Beispiel veranlassen, Investitionen zurückzustellen. Von den acht Ländern, die ihre Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und keine kritische Unternehmensverschuldung haben, steht die Hälfte allerdings vor ernsten politischen Problemen.

Die politischen Risiken in Tschechien, Polen, Chile und Thailand schätzt der Kreditversicherer als gering ein. Diese Ländern machen zusammen nur weniger als zwei Prozent des globalen BIP aus. Sie haben aber gleiche Stärken: Sie sind relativ industrialisiert, haben die so genannte “Mittel-Einkommens-Falle” (middle income trap) überwunden und haben keinen zu großen Exportanteil in die am schwersten getroffenen Emerging Markets. Ihr wirtschaftliches Fundament ist gut: geringer Inflationsdruck, geringe (Chile, Tschechien) oder moderate (Thailand, Polen) Staatsschulden und kein hohes Leistungsbilanzdefizit.

China hingegen – bisheriger Wachstumsmoter der Weltwirtschaft – stehe laut Coface vor enormen Problemen. Die Währung sei ein hohes politisches Risiko, ebenos die  hohe Unternehmensverschuldung. (vwh/dg)

Bildquelle: RSfoto /pixelio.de

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