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Coface aktualisiert Länderbewertungen

04.04.2016 – Japan_bildpixel_pixelioCoface hat die Bewertungen für die Staaten korrigiert, die vor allem vom Ölpreisverfall, der gebremsten Wirtschaft in China und der Rezession in Russland besonders stark betroffen sind. Prominentestes “Opfer” der Herabstufungen ist Japan, das vom Kreditversicherer nur noch in der zweithöchsten Kategorie A2 eingestuft ist. Deren Hauptproblem laut Coface: ein niedriges Wachstum troz expansiver Geldpolitik.

Hinzu kommen drei verstärkte Risiken für Unternehmen im internationalen Handel: die Abschwächung in China, die Ausschläge an den Rohstoffmärkten und steigende politische Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund habe Coface nach eigenen Angaben insgesamt sieben Länder herabgestuft.

So leidet Malaysia, jetzt in der Bewertungsstufe A3, laut Coface vor allem unter dem Verfall der Rohstoffpreise und dem Skandal um den Staatsfonds 1MBD. Hinzu komme zudem ein hohes Haushaltsdefizit, wodurch die Zuversicht der Investoren und niedriger Nachfrage aus dem Ausland nachlasse.

Ebenfalls abgewertet wurden Saudi-Arabien (A4, auf “negative watch”) sowie das Sultanat Oman. Während das wahabitische Königreich unter einem steigenden Defizit leidet, ist der Oman nach Ansicht des Kreditversicherers besonders anfällig für Ölpreisveränderungen. Demnach seien die kurzfristigen Produktionskapazitäten begrenzt. Zudem sind laut Coface die Einnahmen aus dem Ölgeschäft, die fast 85 Prozent der Staatseinnahmen ausmachen, sind 2015 um 36,3 Prozent eingebrochen.

Das Emirat Kuwait (A2, auf “negative watch”) zwar am wenigsten von den schwächelnden Rohstoffmärkten betroffen. 2016 könnten sich allerdings sowohl die die Finanzlage der öffentlichen Haushalte sowie der Saldo der Leistungsbilanz verschlechtern, so Coface.

Ebenfalls heruntergestuft wurde Kasachstan (Länderbewertung C). Als Grund nennt der Kreditversicherer vor allem den Rückgang der Exporte nach China. Gleichzeitig ist das zentralasiatische Land von der Rezession in Russland und den niedrigen Ölpreisen betroffen. Die niedrigste Stufe in der Coface-Länderbewertung nimmt hingegen Armenien (Bewertungsstufe D) ein. Demnach ist aufgrund der Rezession in Russland die Beschäftigung armenischer Arbeitskräfte in Russland um fünf Prozent zurückgegangen. Zudem zeige sich die Bevölkerung zunehmend unzufrieden mit der Korruption im Land und der schwachen Wirtschaftsleistung. (vwh/td)

Bildquelle: Bildpixel / pixelio.de

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