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Clark will größter Online-Makler Deutschlands werden

17.10.2016 – Christopher Oster _kasparKlappern gehört zum Geschäft, das gilt ganz besonders für Fintechs, die zur Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen. Bei einer erhofften Erfolgsquote von zehn Prozent gehört das wohl dazu. Doch die Ansage von Clark-Gründer Christopher Oster ist da schon ein anderes Kaliber: Oster will in den nächsten zwei (!) Jahren zum größten digitalen Makler in Deutschland werden.

“Smart insurance at little effort” lautet der Claim des Online-Maklers Clark, womit auch schon die wichtigste Position aus dem Lastenheft des Start-ups umschrieben ist: Cleverer Versicherungsschutz bei geringstem Aufwand anzubieten, alles papierlos, alles aus und in einer Hand. Die Vision von Clark-Gründer Oster ist maximale Userfreundlichkeit, die über die Reduzierung von Klicks entlang der Customer Journey erreicht werden soll. Gleichzeitig werden im persönlichen Kundencockpit alle Policen analysiert und gegebenfalls alternative Angebote, gestaffelt nach günstig, mittel und teuer, unterbreitet. Doppeldeckungen sollen vermieden werden.

Aus Neckermann wird Zalando, aus den Gelben Seiten Google und aus den Versicherern Clark? In wenigen Jahren weiß man mehr, und dann kennt man vielleicht auch die Zahlen zum Kundenstamm, Umsatzvolumen und earnings before interest, taxes, depreciation and amortization (EBITDA). In diese Karten wollte sich Clark-Gründer Oster noch nicht hineinschauen lassen, nur so viel: In zwei Jahren will Clark die Nummer 1 unter den digitalen Maklern sein. Einzelheiten hier im Interview mit VWheuteTV.

Zuvor hatte Harald Rosenberger, Global Head of Innovation der Munich Re, in seiner Keynote zur Eröffnung der Veranstaltung “Between The Towers on Tour” – eine Initiative der Commerzbank zur Bündelung ihrer Fintech-Aktivitäten unter dem Label Main Incubator – die provokante Frage gestellt: Warum brauchen wir überhaupt Fintech-Partner? Die Antwort gab Rosenberger gleich selbst: “Die Munich Re kann perfekt Regulatorik, sie beherrscht das Risikomanagement und sie ist global aufgestellt. Das alles sind Fintechs in der Regel nicht, weshalb die Munich Re Teil des sogenannten ‘Ökosystems’ werden will.” Dabei stehen die Themen Akkumulationsrisiken, Cyberrisken, Reputation, Epidemien und Pandemien im Fokus der Münchener. Wer hier entlang an der Wertschöpfungskette ein besseres Risikoverständnis einbringt, kann sich Hoffnung auf eine Partnerschaft mit dem Rückversicherer machen.

Letztes Jahr hatte Munich Re-Vorstand Thomas Blunck an selber Stelle noch eine Gefahr für das Geschäftsmodell an die Wand gemalt – VWheute berichtete das klang heuer schon wesentlich entspannter. Im vergangenen Jahr habe man die eigene Strategie geschärft, so Rosenberger auf die Nachfrage von VWheute und sich an “mehr als eine Handvoll Unternehmen” beteiligt. Zahlen und Summen wollte der Manager nicht nennen, aber der zweite Auftritt Rosenbergers auf einem Fintech-Forum innerhalb von drei Tagen – VWheute berichtete – zeigt, der weltgrößte Rückversicherer will auch auf dem digitalen Parkett tanzen, und das kann er nicht allein. (vwh/ak)

Bild: Clark-Gründer Christopher Oster bei seiner Präsentation in München. (Quelle: Alexander Kaspar)

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