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Chinesische Versicherer drängen weiter ins Ausland

19.06.2015 – finanzviertel_schanghai_hyDie Auslandsinvestitionen der großen chinesischen Versicherer wie Ping An und Anbang machen offenbar Schule. Jetzt wollen auch kleine und mittlere chinesische Versicherer dem Beispiel folgen und ebenfalls im Ausland drängen. Nach einem Bericht der Zeitung Beijing Business haben in jüngster Zeit neun mittelgroße Versicherungsgesellschaften bei der Aufsichtsbehörde (CIRC) Erlaubnis für die Investition im Ausland beantragt.

So hat die CIRC bereits Ende 2012 den heimischen Versicherungsgesellschaften prinzipiell erlaubt, im Ausland tätig zu sein. Voraussetzung war hingegen eine behördliche Genehmigung. Bislang haben aber nur einige wenige große Versicherer den Schritt gewagt. Nach dem Immobilienboom wollen viele Versicherer nun durch Übernahmen oder Beteiligungen noch viel Geld verdienen könnte.

Andererseits hat die einseitig positive Berichterstattung in den chinesischen Medien über die Erfolgsstorys wie von der Ping An und Anbang und über die Übernahme westlicher Versicherungsunternehmen durch die Fosun International die chinesischen Versicherer der zweiten Reihe elektrisiert.

Statistiken der CIRC zufolge hat die Branche bis zum Ende 2014 insgesamt 23,9 Mrd. US Dollar ins Ausland eingesetzt. Im Vergleich mit dem Jahr 2012 war das ein Plus von 14,25 Mrd. US Dollar. Jedoch warnte Vizechef der Aufsichtsbehörde vor “fiebernden Köpfen”. “Die Investitionsfähigkeit vieler Unternehmen ist noch sehr begrenzt”, so der Vizechef. (hy)

Bild: Das Finanzviertel in dem Businessviertel Pudong in Schanghai. (Quelle: hy)

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