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Chinas Aufseher warnen vor “Wildwest-Käufen”

07.12.2016 – anbang_hyBeim Kauf von ausländischen Unternehmen durch chinesische Firmen vermutet die westliche Öffentlichkeit in der Regel, dass der chinesische Staat dahinter stecken könnte. Dies ist allerdings nicht immer der Fall, wobei die Kaufgründe vielfältig sind. Die Versicherer sehen sich angesichts mangelnder Anlagebedingungen im Inland eher gezwungen, Renditemöglichkeiten für das inzwischen riesige Geldvermögen zu suchen.

Zudem erwarten die Unternehmen an eine weitergehende Abwertung der chinesischen Währung Renminbi gegenüber dem US-Dollar und dem Euro. Tatsächlich sieht es die chinesische Regierung skeptisch, dass die Gelder ins Ausland strömen und nicht zur Wirtschaftsbelebung im Inland investiert werden. So wurde beispielsweise die beabsichtigte Übernahme der Hotelkette Star Wood in den USA durch den Versicherer Anbang für 14 Mrd. Dollar nach Insiderberichten von der Versicherungsaufsichtsbehörde CIRC gestoppt.

In diesen Tagen warnen auch die Bank- und Börsenaufsichtsbehörden vor ungezügelten Kauftouren im Ausland. Man stellte sogar die Frage, wie die inländischen Kaufwilligen sicher sein können, dass sie die gekauften Unternehmen besser als die lokalen ausländischen Manager verwalten und mit den Aufsichtsbehörden vor Ort kommunizieren können.

Die Hongkonger Zeitung South China Morning Post will vor wenigen Tagen erfahren haben, dass die chinesische Zentralbank eine Einschränkung des Devisentransfers von Unternehmen ins Ausland eingeführt hat. In der Tat hat die Notenbank bereits Anfang 2016 die Käufe von Dollar durch Privatpersonen zur Abmilderung der Abwertungstendenz des Renminbi etwas eingeschränkt. (hy)

Bild: Hauptquartier von Anbang Insurance in Peking. Ihre geplante Milliardeninvestition in US-Hotel Star Wood wurde von der Aufsicht zurückgepfiffen (Quelle: hy)

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