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China: Zentralbank bringt weitere Reformen auf den Weg

07.08.2014 – China_ZentralbankVon VWheute-China-Korrespondent Heng Yan. Die chinesische Zentralbank soll die Gründung von Privatbanken, die weitergehende Liberalisierung des Wechselkurses, die Liberalisierung von Zinsen für Sparen in Devisen und den Aufbau einer Einlagensicherung auf den Weg bringen.

Bis dato bleibt kleinen und mittelgroßen Firmen nichts anderes übrig, als von anderen privaten Unternehmen Geld zu hohen Zinsen zu leihen, denn staatliche Banken geben hier kaum Kredite. Mit dem angekündigten Experiment mit Privatbanken will die Regierung dem Geldüberfluss einen legalen Kanal für Finanzgeschäfte ermöglichen. Zunächst wurde beschlossen, fünf Privatbanken testweise zu gründen. Für die Gründung einer Privatbank muss es mindestens zwei kapitalgebende Initiatoren geben. Eine Menge finanzstarker Unternehmen zeigen großes Interesse an einer Beteiligung.

Seit geraumer Zeit hat die Zentralbank dem Wechselkurs mit der eigenen Währung Renminbi eine freie Schwankungsmöglichkeit von einem Prozent gewährt. Seit März dieses Jahres wurde die freie Festlegung von Wechselkursen auf zwei Prozent erhöht. Diesmal hat die Zentralbank zwar keinen konkreten Schritt genannt, gab doch zu erkennen, den Wechselkurs zwischen Renminbi und US-Dollar noch mehr vom Markt bestimmen zu lassen.

Seit März dieses Jahres ist in der Schanghaier Freihandelszone das Geschäft mit Spareinlagen in Devisen erlaubt. Dieses Geschäft soll ab jetzt auf ausgewählte Banken in einem anderen Stadtgebiet von Schanghai ausgedehnt werden. Zuerst dürfen jedoch nur Unternehmen ihr Geld in anderen Währungen anlegen. Bisher müssen die Unternehmen ihr verdientes ausländisches Geld in Reminbi umtauschen und dann anlegen, was den Unternehmen Wechselrisiken im internationalen Geschäftsverkehr eingebracht hat. Die Zentralbank gab bekannt, dass je nach der Marktsituation den Privatkunden auch erlaubt werde, ihre Devisen direkt ohne Umtausch bei den Banken sparen zu können.

Die Zentralbank kündigte die Einführung eines Systems zur Sicherung der Spareinlagen an. Die Manager der Zentralbank gaben zu erkennen, dass ein System der Einlagensicherung die Voraussetzung für eine weitere Liberalisierung der Zinsfestlegung sei. Zugleich betonte man, dass nach dem Aufbau der Einlagensicherung weiter an den Regelungen für Konkurse von Finanzinstituten gearbeitet werden solle. Seit einiger Zeit mehren sich die Stimmen, die fordern, dass wegen Gesetzesverstößen hoch verschuldetes Banken pleite gehen dürfen.

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