Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

China: Versicherer sollen Aktienmarkt retten

07.07.2015 – Schanghai_Finanzviertel34In den vergangen drei Wochen hat Chinas Leitindex fast 30 Prozent verloren. Kapital in Höhe von 2.360 Mrd. US-Dollar wurde vernichtet. Die Regierung interveniert, die Notenbank senkt den Leitzins, der Shanghai Composite schlägt Kapriolen. Der Staat plant neue Gegenmaßnahmen: Chinesische Versicherungsgesellschaften sollen nun Stützungskäufe tätigen.

Seit Mitte Juni erlebt man an den chinesischen Börsen etwas Beispielloses: Die Kurse kennen nur eine Richtung, nämlich nach unten. Die Regierung hat einige Ministerien und Finanzaufsichtsbehörden abermals zu einer Krisensitzung einberufen.

Die Zentralbank senkte den Leitzinssatz und den Satz für die Sicherung von Einlagen. Ferner sollen umgerechnet 18 Mrd. Euro sofort in den Aktienmarkt gepumpt werden. Von Investmentfirmen wird verlangt, Blue-Chips zu kaufen. Weitere 25 Fondsunternehmen kündigten an, ihre Aktienbestände zu vergrößern.

Einige Versicherungsunternehmen wollen zeigen, dass sie die staatlichen marktrettenden Maßnahmen ebenfalls unterstützen. Die Huaxia Insurance gab medienwirksam eine öffentliche Erklärung ab. Darin heißt es, dass sie von den positiven Entwicklungen der chinesischen Wirtschaft und des Aktienmarktes überzeugt sei und plane, ihren Aktienbestand auszubauen. Ähnliche Statements ließen auch andere Marktteilnehmer verlautbaren.

Allerdings darf gemäß behördlichen Bestimmungen die direkte Investition eines Versicherers in Aktien nicht mehr als 15 Prozent des anzulegenden Geldes betragen. Derzeit beziffere die Aufsichtsbehörde die Branchenkennzahl auf 16,07 Prozent. Dennoch geben die chinesischen Versicherer zu erkennen, dass sie über Fonds weiterhin Geld in den Aktienmarkt pumpen werden. (hy)

Bild: Finanzviertel von Shanghai (Quelle: Heng Yan)

Tags:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten