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China testet Steuerreduzierung zugunsten der PKV

18.05.2015 – china_krankenhaus_wartesaal_heng_yan_01_2015_150Am 6. Mai haben das chinesische Finanzministerium, das Nationale Steueramt und die Vericherungsaufsicht (CIRC) gemeinsam angekündigt, ein Testverfahren einzuführen, mit dem die Ausgaben für die private Krankenversicherung teilweise von der Steuer abgesetzt werden können.

Das Verfahren soll zuerst in den vier chinesischen Megastädten, Peking, Schanghai, Tianjin und Chongqing, geprobt werden. Im Zuge dieses Verfahrens kann ein Steuerzahler beispielsweise bei einem gesamten Jahresbeitrag in Höhe von umgerechnet 343 Euro pro Monat ca. 29 Euro Steuer weniger zahlen. In China ist es nicht selten, dass eine tiefgreifende und langfristige Maßnahme zuerst in ausgewählten Regionen getestet wird, bevor sie landesweit zum Einsatz kommt.

In 2014 belief sich das gesamte Beitragseinkommen im Reich der Mitte für die private Krankenversicherung auf umgerechnet 23 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr war dies eine Steigerung um 41 Prozent. Mehr als 100 Versicherer bieten ca. 2.200 Tarife an. Die Marktbeobachter gehen davon aus, dass die steuerreduzierende Maßnahme einen kräftigen Schub für die Entwicklung der privaten Krankenversicherung in China liefern wird. Nach Schätzungen der Experten wird das Beitragsaufkommen für die PKV bis 2020 auf umgerechnet 100 Mrd. bis 142 Mrd. Euro wachsen. Das Vorhaben bietet ein großes Potenzial, auch für ausländische Wettbewerber, sich hier frühzeitig zu positionieren und entsprechende Marktanteile in China zu sichern. (hy)

Bild: Ein Krankenhaus in Schanghai. Medizinkreise hoffen auf einen fördernden Effekt für medizinische Versorgung durch die Maßnahme. (Quelle: hy)

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