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China schielt auf Europas Banken

17.12.2014 – shanghai_china_yan_150Chinesische Banken scheinen zunehmend Interesse an notleidenden europäischen Finanzunternehmen zu gewinnen. So übernahm Haitong Securities vor kurzem mit dem portugiesischen Geldhaus Espirito Santo de Investimento erstmals ein europäisches Finanzinstitut. Dabei spielte der Kaufpreis von 379 Mio. Euro wohl nur eine geringe Rolle. Experten sehen darin vielmehr eine Signalwirkung.

“Mehr und mehr suchen Chinas Finanzunternehmen nach einem Weg, ihren globalen Fußabdruck zu vergrößern”, sagte Mayooran Elalingam, Chef der Abteilung M&A Asia-Pacific bei der Deutschen Bank. So gehe er davon aus, dass der chinesische Finanzsektor bei einigen notleidenden Banken “eine sehr aktive Rolle spielen wird”. So könnte bald die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena das Interesse im Reich der Mitte wecken.

Nach Ansicht der Experten erhofft sich die Volksrepublik durch ihre Aktivitäten in Europa europäische Banklizenzen zu erhalten und dadurch von der Expertise der Institute zu profitieren. Allein 2014 hatte China auf dem Finanzsektor Geschäfte in Höhe von etwa 2,6 Mrd. Euro abgeschlossen, davon drei Viertel als Mehrheitskäufe.

Indes meldet der Nachrichtendienst Reuters: Chinesische Versicherer dürfen künftig in Risikokapitalfonds investieren, die zuvor amtlich geprüft wurden, teilten die Aufsichtsbehörden mit. Bisher war es Versicherern nur erlaubt, die Unternehmen über den Aktienmarkt oder durch Aktiva-gesicherte Kredite zu unterstützen. Zu Jahresbeginn wurde der Branche bereits erlaubt, in die technologielastige Börse Chi Next zu investieren. (vwh/td)

Foto: Straßenzug in Schanghai (Quelle: Heng Yan)

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