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China investiert verstärkt in Lateinamerika

23.02.2015 – xinhua_nsurance_china_hengyan_150Seit geraumer Zeit verfolgen Marktbeobachter den wirtschaftlichen Expansionskurs der chinesischen Versicherer in Europa und Südostasien. Auch der steigende wirtschaftliche Einfluss Chinas in Afrika wird derzeit mit großem Interesse verfolgt. Vom chinesischen Engagement in Lateinamerika wird aber kaum Notiz genommen.

Dabei legen die lateinamerikanischen Länder großen Wert auf eine Zusammenarbeit mit der Volksrepublik – wovon auch die Versicherer profitieren. So plant Nicaragua derzeit den Bau eines neuen Kanals zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durch ein chinesisches Unternehmen. Diese soll den Kanal zudem für 100 Jahre betreiben. Ecuador ist zudem bei seinem Kapitalbedarf für die Entwicklung seiner Ölindustrie mittlerweile zu 61 Prozent auf Gelder aus China angewiesen. Und Argentinien stattet seine U-Bahn derzeit fast nur mit Waggons aus China aus.

Mittlerweile ist China der zweitgrößte Handelspartner für die Länder Lateinamerikas. So stieg der Handel zwischen China und Lateinamerika zwischen 2008 und 2013 um durchschnittlich 30 Prozent auf ein Volumen von etwa 260 Mrd. Dollar an. Zum Vergleich: 2008 betrug das Handelsvolumen noch etwa 140 Mrd. Dollar. In den kommenden zehn Jahren soll es erneut um etwa 500 Mrd. Dollar pro Jahr ansteigen.

Vor allem der chinesische Exportversicherer Sinosure begleitet den chinesischen Staat und zahlreiche Unternehmen bei ihren Aktivitäten in Lateinamerika. So wurden bereits mehrere Kooperationsabkommen geschlossen, mit denen u.a. weiteres Kapital aus China in den mittel- und südamerikanischen Ländern bereitgestellt werden soll. (hy)

Bild: Xinhua und andere chinesische Versicherer investieren verstärkt auch in Lateinamerika. (Quelle: Heng Yan)

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