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Buchtipp: Lloyd’s Errettung aus höchster Not

23.12.2014 – lloyds_aussenAndrew Duguid schreibt in seinem 329 Seiten starken Werk „On the Brink: How a Crisis Transformed Lloyd’s of London” aus der Insider-Perspektive, wie Lloyd’s 1993 aus dem Scheintod zurückgeholt wurde. Er war hoher Beamter in der Aufsichtsbehörde Department of Trade and Industry und 14 Jahre lang als Director Strategic Planning und Secretary to the Councilan bei Lloyd’s beschäftigt.

Duguid geht auf die immer wieder zu vernehmende These ein, wichtige Underwriter hätten in Erwartung von gewaltigen Verlusten konspirativ versucht, diese auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Zu diesem Zweck habe man möglichst viele prestigeheischende, wohlhabende und zugleich naive neue names rekrutiert, etwa US-Zahnärzte. Über 30 Selbstmorde bzw. vorzeitige Todesfälle unter names sollen auf deren finanzielle Verstrickung mit Lloyd’s zurückzuführen sein.

Die erst im September 1996 aus höchster Not geborene Lösung „Reconstruction & Renewal“ basierte unter anderem auf der zwangsweisen Rückversicherung der 16 Mrd. Pfund an Altlasten vor 1993 in die Zweckgesellschaft Equitas. Dies gestattete eine Reduzierung der Schadenbehandlungskosten und schnitt die Retro-Spirale ab.

Als Helden nennt Dulbuid den Chairman David Rowland, seine Stellvertreter Stephen Merrett und Robert Hiscox, den mönchischen CEO Peter Middleton sowie die von Swiss Re stammende Aktuarian Heidi Hutter, die die von Equitas zu bildenden Haftpflichtreserven errechnete. Ebenfalls entscheidenden Einfluss habe Ulrich von Eichen gehabt, dessen Aussage als LMX-Spiralen-Sachverständiger im High Court Verfahren gegen Outhwaite grundlegend für die Haftung vieler Zeichnungsagenten gewesen sei. (cpt)

Bildquelle: Lloyd’s

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