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Brasilianische Versicherer beherrschen Lateinamerika

22.12.2016 – Rio_by_tokamuwi_pixelio.deDer lateinamerikanische Versicherungsmarkt befindet sich seit einem Jahrzehnt im Wachstum. Die aktuelle Schwächephase bewerten Experten als nur vorübergend. Vor allem Brasilien ist das Zugpferd. Mittlerweile generieren die fünf größten Assekuranzhäuser der Region Lateinamerika überwiegend dort ihr Geschäft.

Beim Blick auf die wichtigsten Akteure im lateinamerikanischen Versicherungsmarkt rücken die brasilianischen Assekuranzhäuser und in Brasilien agierende Gesellschaften immer weiter vor. Das zeigt eine Studie der spanischen Mapfre-Stiftung zu den 25 größten Versicherungsgruppen in Lateinamerika in 2015. Spitzenreiter ist die brasilianische Bradesco mit einem Prämienvolumen von umgerechnet 10,7 Mrd. US-Dollar und einem Marktanteil von 7,1 Prozent.

Auf den zweiten Rang vorgerückt ist die ebenfalls brasilianische Brasilprev mit einem Marktanteil von 6,8 Prozent. Sie ist ein Joint Venture der brasilianischen Großbank Banco de Brasil und der Principal Financial Group. Das Allfinanzbündnis unterstreicht, dass insbesondere in Brasilien ohne Bancassurance wenig geht. Sie profitiert von der hohen Nachfrage nach steuerbegünstigten Vorsorgeprodukten aus der wachsenden Mittelschicht. Mit einem Marktanteil von 16,5 Prozent ist Brasilprev der größte Lebensversicherer Lateinamerikas.

Die spanische Mapfre-Gruppe hat als Vorjahreszweiter einen Platz eingebüßt und liegt nun auf Rang drei. Mit einem Marktanteil von 6,4 Prozent befindet sie sich aber immer noch auf Tuchfühlung mit dem Branchenprimus Bradesco. Vom Prämienvolumen in Höhe von 9,7 Milliarden US-Dollar in Lateinamerika entfallen bei den Spaniern alleine auf Brasilien 52 Prozent. Die Mapfre ist der mit Abstand größte Nichtlebensversicherer Lateinamerikas.

Auf den weiteren Rängen folgen die Itaú Unibanco (Brasilien), die ihren vierten Platz trotz des kräftigen Prämieneinbruchs verteidigen konnte, insbesondere wegen des Verkaufs ihres Sach- und Haftpflichtgeschäfts an die Ace-Gruppe. Auf dem fünften Rang rangiert mit dem schweizerisch-spanischen Joint Venture aus Zurich und Banco Santander ein weiteres Allfinanzbündnis. Bei ihm entfallen 55 Prozent des Beitragsportefeuilles auf Brasilien.

Bemerkenswert ist die Entwicklung der kolumbianischen Suramericana, die ihr Prämienvolumen gegen den Trend um 33 Prozent gesteigert hat und damit um zwei Plätze auf Rang sieben geklettert ist. Gelungen ist das vor allem dank der Übernahme der lateinamerikanischen Aktivitäten der RSA. Die einzigen deutschen Vertreter unter den 25 größten Versicherungsgruppen Lateinamerikas sind die Allianz auf Platz 15 und die Talanx auf Rang 20. (reh)

Die Talanx will ihr Südamerikageschäft weiter ausbauen, das sagt Camillo Khadjavi, Mitglied des Vorstands der Talanx International – VWheute berichtete.

Bild: Rio – Blick auf den Zuckerhut (Quelle: tokamuwi / pixelio.de)

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