Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Bolt: “Amerika muss sich wachsender Cybergefahr stellen”

10.07.2015 – tom-bolt-5In 15 US-Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington DC gehen die Lichter aus, 93 Millionen Menschen sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Welche Folgen dieses Szenario für die USA hätte, wird im aktuellen Lloyd’s-Report unter dem Titel “Business Blackout” exemplarisch veranschaulicht. Cyberangriffe können der US-Wirtschaft im Extremfall einen Gesamtschaden von über einer Billion US-Dollar zufügen.   

Für die Versicherungsbranche könnten sich die Forderungszahlungen laut Lloyd’s-Bericht in der Summe auf 21,4 Mrd. US-Dollar belaufen. Im extremsten Fall sei mit bis zu 71,1 Mrd. US-Dollar zu rechnen. “Dieses Szenario zeigt die schwerwiegenden Auswirkungen und die chaotischen Zustände, die ein groß angelegter Cyberangriff auf die Vereinigten Staaten verursachen könnte”, sagt Tom Bolt, Leiter des Bereichs Leistungsmanagement bei Lloyd’s. “Wir wissen, dass es feindliche Akteure mit dem nötigen Know-how und mit der Absicht, Schaden anzurichten, gibt.”

Amerika müsse sich auch der rasant wachsenden Gefahr von Cyberattacken stellen. In heutigen Zeiten solle ein verstärktes Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass andere Länder und Unternehmen Staats- und Geschäftsgeheimnisse mitlesen könnten. Es dürfe nicht passieren, dass man in ein paar Jahren zurückblickt und sich fragt, weshalb man angesichts realer Bedrohungen für die eigene Sicherheit und Wirtschaft nichts getan habe. (vwh/mst)

Bild: Tom Bolt, Leiter des Bereichs Leistungsmanagement bei Lloyd’s (Quelle: Lloyd’s)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten