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Blick auf die Börse: Von Apple über Fed bis zu Alphabet

25.07.2016 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deDie Namen sind Programm und könnten für ein Kursfeuerwerk sorgen. Diese Woche stehen zahlreiche Makro- und Unternehmenszahlen, zwei wichtige Notenbanken tagen und am Freitag werden die Ergebnisse des Bankenstresstests in der Euro-Zone veröffentlicht. Unabhängig vom Resultat: Mehr Transparenz und endlich Vertrauen in die Stabilität von Europas Banken haben die Stresstests bislang nicht gebracht.

Vor allem der Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch fiebern Investoren entgegen. Eine Anhebung sei ausgeschlossen, man werde jedoch auf die Details schauen, wird Tobias Basse, Aktienstratege bei der NordLB, im Handelsblatt zitiert. Interessant sei vor allem die Frage, ob jemand gegen die Beibehaltung des Schlüsselsatzes von 0,25 bis 0,5 Prozent gestimmt habe. Dies würde Spekulationen auf eine Straffung der US-Geldpolitik noch in diesem Jahr schüren. Die Beratungen der Bank von Japan (BoJ) am Freitag stehen dagegen unter umgekehrten Vorzeichen: “Eine weitere Lockerung der Geldpolitik liegt auf der Hand”, schreibt Frederic Neumann, leitender Volkswirt der HSBC in einem Kommentar. “Die Märkte erwarten rasche und entschlossene Maßnahmen.”

Wie fragil die deutsche Konjunktur nach dem Brexit-Schock ist, wird heute der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigen. Hier rechnen Ökonomen nach dem überraschenden Anstieg des Vormonats mit einem Rückgang. Der Gfk-Konsumklimaindex am Mittwoch dürfte sich dagegen nach Meinung von HSBC stabil gehalten haben – dank des soliden Arbeitsmarkts und der niedrigen Teuerungsrate. In den USA geben unter anderem Konsumklimaindex am Dienstag und der Einkaufsmanagerindex der Notenbank von Chicago (Freitag) Aufschluss über die Konjunkturentwicklung. Bei beiden Daten rechnen Volkswirte mit einem leichten Rückgang.

Die am Donnerstag veröffentlichten deutschen Arbeitslosenkennzahlen dürften keine Überraschungen vorweisen. Die Verbraucherpreise in Deutschland, die ebenfalls am Donnerstag anstehen, dürften im Juli um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sein – genauso wie Inflationsrate für den Euro-Rau, die am Freitag veröffentlicht wird.

Auch die Bilanzsaison verläuft auf Hochtouren, allein aus dem Dax berichten sieben Unternehmen. Darunter auch die Deutsche Börse, deren Aktionäre bis zum Dienstag das Fusionsangebot der LSE annehmen können. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie dem Deal grünes Licht geben werden. Daneben stehen aus den USA unter anderem die Zahlen von Apple (Dienstag) und der Google-Mutter Alphabet (Donnerstag) auf dem Terminplan.

Bankaktien werden diese Woche besonders im Fokus stehen. Am Mittwoch legt die Deutsche Bank ihre Quartalszahlen vor, Analysten rechnen mit einen Mini-Gewinn von nur elf Millionen Euro. Vor den Ergebnissen des Bankenstresstests durch die europäische Bankenaufsicht EBA am Freitagabend wird ferner erwartet, dass Investoren die ohnehin gebeutelten Banken abstrafen. Besonderes Augenmerk liegt auf die Krisenhäuser in Italien. Veröffentlicht werden die Zahlen von 51 europäischen Instituten, davon neun aus Deutschland. Anders als bei der großen Überprüfung 2014 gibt es keine Mindesthürde für die Kapitalausstattung — damit kann formal auch kein Institut durchfallen. Tatsächlich waren 2014 gleich neun italienische Banken bei der Prüfung durchgefallen, mehr als in jedem anderen Land. Es folgten jedoch keine Maßnahmen, um die Situation nachhaltig zu verbessern. (vwh/dg)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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