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Blick auf die Börse: Können Versicherer eine Liquiditätshausse treiben?

09.03.2015 – DAX_Thomas_Richter“Die Liquiditätshausse ist noch längst nicht beendet”, sagt Robert Halver von der Baader Bank. Heute beginnt die EZB ihr Aufkaufprogramm für Staatsanleihen und überschwemmt den Markt mit Geld. Bald würden bald auch die Versicherer, die der Börsenexperte als “Windelkinder” im Geschäft bezeichnet, vermehrt in Aktien investieren.

“Es gibt nichts, was den Dax stoppen kann”, resümiert denn auch Oswald Salcher, CFD-Experte bei Flatex. “Bewegung ist für Trader immer gut.” Es spielt mitunter nicht einmal eine Rolle, wohin die Reise geht. Doch angesichts auch des Euro-Preisverfalls – der Euro steht bereits bei unter 1,10 US-Dollar und die Parität wird noch fürs erste Halbjahr prognostiziert – ist die Richtung für den deutschen Börsenindex bereits mittelfristig vorgegeben. Exportorientierte Unternehmen sind begeistert.

In den aktuellen Geschäftszahlen der Rückversicherer ist die Entwicklung zu einem gewissen Grad bereits eingepreist – die Hannover Re, Swiss Re, Scor, die Münchner Rück und Co. zeigen sich angesichts bereits länger anhaltender und politisch geförderter Niedrigzinsphase noch immer als Felsen in der Brandung. Das wissen sicherheitsorientierte Anleger zu schätzen.

Doch wenn diese Woche in Hannover und München die detaillierten Berichte veröffentlicht werden, blickt der eine oder andere sicher genauer hin, wo das reichlich vorhandene Kapital angelegt wird. Auch die Generali, die Nummer Drei unter den Rückversicherern, gibt diese Woche ihre Zahlen bekannt.

Dass eine Konsolidierung in der neuen Woche aber noch nicht anstehen dürfte, bekräftigt Marktexperte Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement AG gegenüber der dpa mit dem Verweis darauf, wie deutlich der Dax in jüngster Zeit seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt hat.

Das zeige, dass es wegen der fehlenden Anlagealternativen aktuell einen Mangel an Verkäufern gibt. “Die institutionellen Anleger, beispielsweise Versicherer, können nicht verkaufen und ihre Aktienquoten sind aufgrund der Vorschriften sowieso gering. Die professionellen Anleger aus dem Ausland können aber vor dem Hintergrund des deutlich gesunkenen Euro ebenfalls nicht verkaufen, sonst müssten sie Währungsverluste verkraften.”

Insofern stellt sich die Frage, ob Versicherer überhaupt in der Lage sind, den Markt dramatisch mitzugestalten.

Weitere Unternehmenszahlen für die kommende Woche kommen unter anderen von RWE, der Deutschen Post und Volkswagen. (vwh/ku)

Bildquelle: Thomas Richter

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