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Blick auf die Börse: Taktgeber aus den USA

07.11.2016 – boerse_birgitH_pixelioDer Blick der Börsenhändler auf dem Frankfurter Aktienparkett richtet sich diese Woche wenig überraschend vor allem auf die Präsidentschaftswahlen in den USA. Dabei liegen die Sympathien eindeutig bei der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton. Ein Sieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump könnte die Märkte hingegen in Turbulenzen stürzen.

So fürchten die Anleger eine ähnlich negative Überraschung wie beim Brexit-Votum im Mai. Nach Einschätzung von Daniel Saurenz von Feingold Research sind viele Investoren deshalb zuletzt in Deckung gegangen. Die Folge war eine mehrtägige Durststrecke beim deutschen Leitindex Dax. Zudem gilt Trump vielen Marktbeobachtern als unberechenbar, seine politischen und wirtschaftlichen Pläne sind zudem undurchsichtig.

Sandra Crowl, Anlagestrategin von Carmignac, geht hingegen davon aus, dass Trump “relativ positiv für die Märkte sein” könnte. Voraussetzung sei hingegen, dass er “die Unterstützung seiner Partei zurück gewinnt und er seine Versprechen wie beispielsweise eine geringere Unternehmensbesteuerung einhält”, betont die Expertin im Interview mit dem Handelsblatt.

Dennoch sieht Crowl in einem möglichen Wahlsieg von Clinton “ein überschaubares Risiko für die Märkte. Sie steht für Kontinuität, für eine Fortsetzung der demokratischen Regierung”, ergänzt die Anlageexpertin. Eine Einschätzung, die sie mit vielen Analysten teilt. “Eine Präsidentschaft Hillary Clintons wäre sowohl für die Märkte als auch für die Konjunktur die sichere Alternative”, wird Beatrice Rosenthal, Chef-Volkswirtin der BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft, bei n-tv zitiert.

Abseits der Richtungswahlen in den USA richtet sich der Blick auf dem Frankfurter Börsenparkett auf neue Wirtschaftsdaten aus Europa und Fernost. Im Fokus der Anleger stehen dabei vor allem die chinesischen Außenhandelsdaten sowie Erzeuger- und Verbraucherpreise im Reich der Mitte. Ebenfalls von Interesse sind die Auftragseingänge in der deutschen Industrie am Montag, gefolgt von den Produktionsdaten am Dienstag.

Zudem läuft die Berichtssaison weiter auf Hochtouren. Bereits am Dienstag öffnen Henkel und die Deutsche Post ihre Geschäftsbücher. Am Donnerstag legen neben Siemens auch die Deutsche Telekom, Continental, die RTL Group und Bilfinger ihre Ergebnisse für das dritte Quartal 2016 vor.

Mit besonderem Interesse blicken die Versicherer zudem am Mittwoch auf die Zwischenergebnisse der Munich Re. Am Donnerstag legen dann mit der Hannover Rück sowie der Generali und der Zurich weitere wichtige Branchenplayer ihre aktuellen Geschäftszahlen vor. Den Reigen beschließen wird am Freitag die Allianz mit ihrem Wasserstandsbericht zum aktuellen Geschäftsverlauf. (vwh/td)

Bildquelle: birgitH / pixelio.de

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