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Blick auf die Börse: Starke Nerven sind gefragt

05.10.2015 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deAuf dem deutschen Börsenparkett in Frankfurt herrscht derzeit die Hoffnung auf eine gewisse Entspannung am Aktienmarkt. So hat das abgelaufene Quartal mit den größten Verlusten seit vier Jahren seine Spuren hinterlassen. Ob der Dax allerdings das Schlimmste hinter sich hat, ist nach Expertenansicht noch offen. Die überhitzte Stimmung sei zwar verflogen, Untertreibungen nach unten seien aber möglich, so Helaba-Analyst Markus Reinwand.

So gehen die Analysten davon aus, dass in der kommenden Woche weiterhin die Geldpolitik der Notenbanken sowie die globale Wirtschaft im Fokus der Anleger. Von besonderem Interesse sind am Dienstag die Auftragseingänge in der deutschen Industrie für August sowie am Mittwoch die Industrieproduktion.

Zwar rechnen die Experten jeweils mit einem leichten Anstieg gerechnet, dennoch dürfte eine Verbesserung der Industrieproduktion kaum für einen Befreiungsschlag reichnen, befürchtet Helaba-Analystin Claudia Windt.

Von größerem Interesse dürfte hingegen das am Donnerstag erwartete September-Sitzungsprotokoll der US-Notenbank (Fed) sein, welches die Experten auf weitere geldpolitische Zugeständnisse hin abklopfen werden. So hatte die im September verschobene Zinswende bei den Anlegern Zweifel an der Stärke der weltweit größten Volkswirtschaft geweckt.

Experten befürchten gar, die US-Notenbank könnte die für Dezember erwartete Zinserhöhung noch einmal hinausschieben. So werde an den Terminmärkten die Wahrscheinlichkeit der Zinswende im März 2016 bereits auf 50 Prozent taxiert, berichtet ARD-Börse.

Auch der VW-Abgasskandal wird die Anleger in den kommenden Tagen weiterhin beschäftigen. Denn die Autobauer waren bereits in den vergangenen durch die Krise in China unter Druck geraten – hängen ihre Beiträge zu einem Drittel am Absatz in China. Der designierte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sprach laut ARD-Börse sogar von einer “existenzbedrohenden Krise für den Konzern”.

“Es gibt Zeiten, da kommt es knüppeldick”, bringt Kapitalmarktanalyst Robert Halver von der Baader-Bank die aktuelle Stimmungslage auf dem Börsenparkett auf den Punkt. Nicht nur, dass einige Branchen wie die Versorger, Banken und Versicherer fundamental angeschlagen seien. Nun komme auch noch die Wachstumsschwäche in Asien, eine unentschlossene US-Notenbank und die Volkswagen-Krise dazu.

So rechnet der Experte laut Handelsblatt zwar noch mit einem bewegten Oktober. “Im November und Dezember werden sich die Wogen geglättet haben”, so seine Einschätzung. “Die Jahresendrally ist also nicht abgesagt”, wird Halver zitiert. Sein Dax-Ziel am Jahresende: 10.600 Punkte. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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