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Blick auf die Börse: Rückenwind und die Ausschüttungen der Rückversicherer

16.02.2015 – boerse_deserteagleDie psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten hat der Dax vergangene Woche gepackt. Rückenwind brachten Wirtschaftszahlen für die Euro-Zone und der angekündigte Waffenstillstand in der Ukraine. Zum Börsenstart diese Woche werden keine Impulse aus den USA kommen. Neben Unternehmenszahlen warten Börsianer auf ZEW-Index und europaweite Zahlen zu Neuzulassungen der Automobilindustrie.

Der Dax jagt von einem Rekord zum nächsten und die Profite gehen vorwiegend ins Ausland. Denn jüngst hat das Deutsche Aktieninstitut darüber informiert, dass Deutsche immer weniger Vertrauen in Wertpapiere haben. Dabei sind sich Experten einig: “Zur Aktienanlage gibt es derzeit keine Alternative.” Die Versicherer indes sehen Kritiker hier weitgehend unbeteiligt (siehe KÖPFE)

Die europäische Großwetterlage ist hervorragend, nicht zuletzt auch durch gestiegene Import-Zahlen in Deutschland: “Die deutsche Volkswirtschaft kommt also gewissermaßen ihrer europäischen Pflicht nach und schiebt auch das Wachstum in den benachbarten Ländern an”, sagt Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe im Tagesspiegel.

Laut Börse-Online Wochenausblick von Richard Pfadenhauer, Analyst bei der Hypo Vereinsbank, könnten kommende Woche Nebenwerte Einfluss auf den Dax nehmen: Denn Bertrandt, Osram, Pfeiffer Vaccum und Puma werden Zahlen für das zurückliegende Geschäftsquartal vorlegen.

Bei der Lufthansa will das Management kommende Woche informieren, wie der Kranich wieder auf Kurs gebracht werden soll.

Wer auf hohe Ausschüttungen schielt, kommt indes aktuell nicht an den Rückversicherern vorbei. Die Munich Re, Hannover Rück, Scor und die Swiss Re führt Euro am Sonntag als Leuchttürme der Dividendenzahlung an. Autor Jörg Lang folgert indes, dass sich der Erfolg der Branche “sehr schnell als Fluch für die Zukunft erweisen kann.”

Er vermutet, dass die hohen Kursgewinne aus Anleihepositionen künftiges Sorgenkind der Rückversicherer werden könnte und dass die Branche anfälliger gegen Großschäden werden soll.

Dem steht die Aussage von Jörg Schneider, seines Zeichens CFO der Munich Re, entgegen: Auf lange Sicht, so seine Einschätzung, werde die Zahl der Naturkatastrophen zunehmen. “Versicherern und Rückversicherern kommt dies entgegen”, sagte er während der Pressekonferenz zum Jahresergebnis. (vwh/ku)

Bildquelle: deserteagle

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