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Blick auf die Börse: Ringen zwischen Bulle und Bär

17.05.2016 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deDie Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett scheint sich nach allgemeiner Analysteneinschätzung auch in dieser Woche in eher unruhigem Fahrwasser bewegen. So gelang dem Aktienbarometer vor den Pfingsttagen nochmals der Sprung über die 10.000-Punkte-Marke. Allerdings rechnen die Analysten auch in dieser Woche nicht mit einem Kurssprung in die eine oder andere Richtung.

“Es steht zu befürchten, dass die Schaukelbörse zunächst anhält”, glaubt Analystin Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). So fehle es angesichts der fehlenden konjunkturellen Impulse für einen nachhaltigen Stimmungsumschwung, konstatiert die Expertin.

So blicken die Händler auf dem Frankfurter Aktienparkett in dieser Woche vor allem auf die Konjunkturdaten aus China und den USA. Vor allem die jüngsten Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte bereiten den Börsenexperten Sorgen – fielen die Industrieproduktion, der Einzelhandelsumsatz und die Investitionen im April schwächer aus als von den Analysten erwartet.

Gleichzeitig richten die Marktteilnehmer ihren Blick auf die Inflationsdaten aus den USA. So versprechen sich die Experten davon entsprechende Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der geplanten Zinserhöhungen in den USA. Ein Anstieg der Teuerung vor dem Hintergrund des gestiegenen Ölpreises wird jedoch nicht erwartet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nach Ansicht der DZ-Bank jedoch kaum im Interesse der Anleger. Zudem rechnet die Genossenschaftsbank erst für 2017 mit einer langsamen Zurücknahme der Anleihekäufe durch die europäische Notenbank. “Dieser Prozess wird unseres Erachtens lange dauern und könnte auch durch ein oder gar mehrere Pausen unterbrochen werden”, prognostizieren die Analysten. Zudem könnte sich dieser Prozess bis ins Jahr 2018 hinziehen. “Eine erste Leitzinserhöhung könnte im ersten Halbjahr 2019 auf der Agenda stehen”, so die Experten.

Neben dem “Brexit”-Referendum über den EU-Verbleib Großbritanniens, welches bereits seine Schatten vorauswirft, neigt sich die Berichtssaison in den kommenden Tagen zur Neige. So legen am Donnerstag der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck sowie der Konsumgüter-Hersteller Henkel ihre Zahlen vor. Bereits am Mittwoch veröffentlicht die Provinzial Rheinland die Geschäftszahlen für 2015.

Turbulent dürfte es am gleichen Tag auch auf der Jahreshauptversammlung der Deutschen Bank werden. So forderte der Aktionärsberater Glass Lewis im Vorfeld, dem scheidenden Co-Chef Jürgen Fitschen die Entlastung zu verweigern. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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