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04.12.2016
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Blick auf die Börse: Rätselraten über Trump

21.11.2016 – Boersencrash_FotoliaDer “Trum-Jump” ins Weiße Haus in Washington wird auch in den kommenden Tagen das Geschehen auf dem Frankfurter Aktienparkett dominieren. So herrscht unter den Anlegern und Marktbeobachtern noch immer Unsicherheit über den künftigen Kurs der größten Wirtschaftsmacht auf dem Globus. Die angekündigte Leitzinserhöhung von Fed-Präsidentin Janet Yellen dürfte sich hingegen kaum beruhigend auswirken.

“Drei Faktoren bremsen die Aktienmärkte momentan vor allem: Die Unsicherheit nach Donald Trumps Sieg sowie die anhaltende Angst vor einem Crash an den Bondmärkten und vor weniger expansiven Zentralbanken”, wird Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers, bei tagesschau.de zitiert.

Dabei hüllt sich der “President elected” über die Konturen seines künftigen Wirtschaftsprogrammes weiterhin in Schweigen. Demnach scheint weiter unklar, ob die künftigen “Trumponomics” eher in Richtung einer keynesianischen, nachfrageorientierten Ausgabenpolitik auf Pump gingen oder ob der neue Präsident den Staat zurückdrängen und damit dem freien Unternehmertum mehr Spielraum einräumen werde, konstatiert Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba.

Allerdings herrscht zunehmende Skepsis darüber, ob die angekündigten Konjunkturprogramme die Wirtschaft der USA weiter ankurbeln werden. “Dieses Wunschszenario wird höchstwahrscheinlich nicht zur Realität werden”, glaubt Portfoliomanager Joe Foster vom Fondsanbieter VanEck. “Vielmehr überwiegen aus unserer Sicht die Risiken, die sich durch die Wahl Trumps zum US-Präsidenten ergeben.”

Viele Experten rechnen jedenfalls Experten mit einem Anstieg der Staatsausgaben unter dem designierten US-Präsidenten. “Dann wird es wahrscheinlich wieder mehr Inflation und höhere Zinsen geben”, zeigt sich Allianz-Finanzvorstand Dieter Wemmer optimistisch.

So könnte sich die US-Notenbank Fed in ihrer eingeleiteten, aber zwischenzeitlich bezweifelten Zinswende bestärkt sehen – und andere Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) mit sich ziehen. Die Versicherer sehen diese Entwicklung immerhin positiv: “Ein leichter, milder Zinsanstieg wäre sicher besser für uns”, meint Talanx-Chef Herbert Haas.

Darüber hinaus gehen die Marktbeobachter von einer insgesamt eher ruhigen Börsenwoche aus. Ein aktuelles Stimmungsbarometer könnten daher die aktuellen Konjunkturdaten aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor am Mittwoch sowie der Ifo-Geschäftsklimaindex am Donnerstag liefern.

Von Unternehmensseite dürften hingegen nur wenige Impulse zu erwarten sein. So legt der Halbleiterhersteller Infineon zur Wochenmitte seine Bilanzzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Am Donnerstag öffnet dann der Industrie- und Stahlkonzern ThyssenKrupp seine Bücher. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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