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Blick auf die Börse: Rallye mit angezogener Handbremse

22.02.2016 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deWar die jüngste Rallye an den Aktienmärkten nur ein Strohfeuer? Oder geht es auch in der kommenden Woche weiter nach oben? Die Analysten sind zumindest skeptisch. Denn in der kommenden Woche warten zahlreiche Unternehmen mit ihren Geschäftszahlen des Jahres 2015 auf – was die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett hingegen wieder dämpfen könnte.

So heißt es dazu im Bernecker-Börsenbrief AB-Daily: “Nach zuletzt rund 800 Punkten Gewinn ist eine technische Korrektur um 250 bis 300 Punkte nötig”. Positiv bewerten die Experten hingegen den Umstand, dass der deutsche Leitindex in Frankfurt zum Wochenausklang stabil bei 8.500 Punkten lag.

“Auch wenn die Kurse kurzfristig noch mal unter Druck geraten könnten, spricht einiges dafür, dass der Bodenbildungsprozess größtenteils abgeschlossen ist”, geben sich die Experten der DZ Bank zuversichtlich. Unterstützung sollten die Börsenkurse zudem nach Analystenmeinung vom “billigen Öl” erhalten, welches zuletzt den Takt der Märkte vorgegeben hatte.

Vorsichtiger hingegen geben sich die Experten der Credit Suisse: “Weltweit gibt es zaghafte Stabilisierungsanzeichen, aber wir sehen Risiken in beide Richtungen und halten es für zu früh, um das Engagement auszubauen”, heißt es aus dem Schweizer Kreditinstitut.

Die entscheidende Richtung für die kommende Woche wird jedenfalls der allgemeine Bilanzregen der deutschen Unternehmen vorgeben. Während das Karrierenetzwerk Xing heute seihen Bilanzzahlen präsentiert, legen ab Wochenmitte mit der Deutschen Telekom, Henkel, Bayer und BASF gleich sechs Dax-Konzerne ihre Jahreszahlen vor. Ergänzt wird das Zahlenwerk durch den Dax-Kandidat ProSiebenSat.1 sowie zahlreiche andere Firmen aus den Indizes der Deutschen Börse.

Von besonderem Interesse dürften auch die Geschäftszahlen Schwergewichte der britischen Banken, sowie der Axa und der Swiss Re werden. “Die Ausblicke werden entscheidend sein – sollten die Konzerne wie kürzlich Siemens positiver in die Zukunft blicken, wäre das schon die halbe Miete”, meint Analyst Robert Halver von der Baader Bank.

Ebenfalls wegweisend sind in dieser Woche auch die Konjunkturdaten: Wichtige Stimmungsbarometer sind der Ifo-Geschäftsklimaindex am Dienstag sowie der GfK-Konsumklimaindex am Donnerstag. Allerdings rechnet Jens Kremer von der NordLB laut ARD Börse mit eingetrübten Ifo-Geschäftserwartungen. Dies wäre der dritte Rückgang in Folge: “Auf dem derzeit noch hohen Niveau ist das zwar nicht dramatisch, sehr wohl aber ein Warnsignal”, betont der Experte. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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